Magnetsinn der Vögel : Am Schnabel scheiden sich die Geister

Wie spüren Vögel das Erdmagnetfeld? Eine heiße Spur führte zu Nerven- fortsätzen mit Eisenpartikeln. Ein Irrweg, sagen jetzt Wiener Forscher.
Als der Frankfurter Zoologe Wolfgang Wiltschko im Jahr 1963 erstmals erkannte, dass sich Zugvögel am Magnetfeld der Erde orientieren können, kündigte sich ein Beben in der Verhaltensforschung an. Zunächst herrschte Skepsis vor, waren doch die Befunde nur mit einem biologischen Magnetsensor zu erklären. Wie dieser beschaffen sein könnte, blieb lange völlig spekulativ. Das war schmerzlich, denn die Liste der Tiere, bei denen man eine Reaktion auf das Erdmagnetfeld beobachtet hatte, wurde immer länger. Neben Schnecken, Krebsen, Insekten, Fischen, Amphibien, Reptilien und Säugern umfasst sie zahlreiche Vogelarten, unter ihnen die Brieftaube.





