Staatshaushalt : Nervöse Märkte in Italien

Um die italienische Wirtschaft steht es mehr oder minder unverändert schlecht – selbst ein Defizit von 2,5 Prozent wird mittlerweile als Signal der Stabilität gesehen. Am Stuhl des Mannes, der es sichert, wird derzeit aber gesägt.
Von Italiens Schatz- und Finanzminister Giovanni Tria wird berichtet, er verfolge an seinem Schreibtisch im Minutentakt die Entwicklung des Risikozuschlags für die italienischen Staatstitel, den „Spread“ zwischen den zehnjährigen Anleihen Italiens und deutschen Bundesanleihen. Der Zinsabstand zwischen diesen Titeln hatte bis Ende August fast 3 Prozentpunkte erreicht, fiel dann auf nur noch 2,3 Prozentpunkte. Doch vor wenigen Tagen musste Tria am eigenen Leib erfahren, wie volatil die Notierungen der italienischen Staatstitel und damit auch die Werte für Rendite und Spread sind.





