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Skispringen in Russland : Geiger präsentiert sich bereits in Tournee-Form

  • Aktualisiert am

Deutschlands derzeit bester Skispringer: Karl Geiger im Flutlicht von Nischni Tagil Bild: EPA

Zweiter und Sechster: Karl Geiger war auch in Nischni Tagil bester DSV-Adler. Doch sein Zimmerkollege bleibt das große Sorgenkind bei den deutschen Skispringern.

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          Karl Geiger strahlte nach seinem Weltklasse-Wochenende über das ganze Gesicht, Markus Eisenbichler war hingegen beim Schlagabtausch der Allerbesten abermals nur frustrierter Zuschauer: Drei Wochen vor der Vierschanzentournee klafften die Leistungen der deutschen Topskispringer auch im russischen Nischni Tagil weit auseinander. Während Vizeweltmeister Geiger mit den Plätzen zwei und sechs voll überzeugte, verpasste Dreifach-Weltmeister Eisenbichler zweimal den Finaldurchgang.

          „Das war ein super Wochenende für mich. Mit den Ergebnissen bin ich mega happy“, sagte Geiger, der den schwierigen Windverhältnissen im Ural gekonnt trotzte. Vor allem der zweite Platz hinter Japans Überraschungssieger Yukiya Sato am Samstag bewies einmal mehr, dass mit dem Bayern auch bei der Tournee zu rechnen ist. „Karl springt nach wie vor sehr gut, das passt“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF.

          24 Stunden später reichte es für Geiger beim ersten Saisonsieg des Österreichers Stefan Kraft immerhin zum sechsten Rang, damit war er im vierten Springen der Saison zum vierten Mal bester DSV-Adler. Verdienter Lohn ist der Sprung auf Rang drei im Gesamtweltcup. Ein Rätsel bleibt derweil Eisenbichler. Der Weltmeister landete in Russland auf den Rängen 31 und 36, an beiden Tagen verpasste er als einziger Deutscher den zweiten Durchgang.

          Beim Heim-Weltcup in Klingenthal am kommenden Wochenende wird der Bayer wohl dennoch zum Team gehören. Woran es bei ihm hakt und wie schnell er seine enormen Probleme auf der Schanze in den Griff kriegen kann, scheint momentan überhaupt nicht absehbar. „Es macht wenig Sinn, ihn rauszunehmen. Wir müssen mit ihm in Ruhe und ohne Stress arbeiten“, sagte Horngacher. Dennoch ist die Krise des einstigen Vorfliegers nicht zu bestreiten: Eisenbichler blieb zum dritten Mal in den vier bisherigen Springens des Winter ohne Punkte, zweimal in Folge im ersten Durchgang gescheitert war er zuletzt 2014/15. „Eisei“ selbst sprach am Wochenende nicht groß, seine enttäuschten Gesten im Auslauf sagten eine Woche vor dem Heimweltcup in Sachsen genug aus.

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          Mehr Freude hatte Horngacher an seiner zweiten Reihe: Constantin Schmid (Oberaudorf) verbuchte am Sonntag als Siebter sogar das beste Ergebnis seiner Karriere. „Ich habe Weltklasse-Glück gehabt“, meinte Schmid angesichts der Windlotterie rund um die Schanze Tramplin Stork. Auch Pius Paschke setzte mit Rang elf ein Ausrufezeichen.

          Größter Gewinner des Wochenendes war aber der ehemalige Doppelweltmeister Kraft. Der Österreicher siegte am Sonntag vor dem WM-Dritten Kilian Peier (Schweiz) und Tourneesieger Ryoyu Kobayashi aus Japan. Mit 196 Punkten kletterte Kraft im Gesamtweltcup auf Rang zwei hinter dem Norweger Daniel Andre Tande (260), der nach seinen Siegen in Wisla und Kuusamo diesmal „nur“ die Plätze 21 und vier belegte. Direkt dahinter kommt Geiger nun auf 192 Punkte.

          Der Vierschanzentournee-Dritte Stephan Leyhe sammelte auf den Plätzen zehn und 26 erstmals in diesem Winter Punkte. „Das war Balsam auf meine Seele“, sagte der Willinger. Horngacher zog daher auch ein positives Resümee. „Ich habe sehr viele gute Sprünge gesehen, bei allen geht es nach vorne. Wir können durchweg zufrieden sein“, sagte der Österreicher. Alle bis auf Markus Eisenbichler.

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