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Eisschnelllauf-WM : Silber für Beckert

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Die erste deutsche Medaille bei der Eisschnelllauf-WM geht an Stephanie Becker - Silber Bild: REUTERS

Über 3000 Meter muss sie sich nur der Olympiasiegerin geschlagen geben. Stephanie Beckert holt die erste deutsche Medaille bei der Eisschnelllauf-WM. Knapp vorbei am Podest läuft Claudia Pechstein.

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          Stephanie Beckert ballte die Faust, Claudia Pechstein streckte grinsend die Zunge heraus. Mit Silber über 3000 Meter für Beckert und Rang vier für Pechstein sind die deutschen Eisschnellläuferinnen nahezu optimal in die Einzelstrecken-WM gestartet.

          Nur zwölf Hundertstelsekunden fehlten der 40-jährigen Altmeisterin am Donnerstag in Heerenveen zu Bronze. Beim überlegenen Triumph von Olympiasiegerin Martina Sablikova aus Tschechien rettete die entthronte Titelverteidigerin Ireen Wüst aus den Niederlanden Rang drei.

          Zum Auftakt hatte sich der Kanadier Denny Morrison zum zweiten Mal nach 2008 den Titel über 1500 Meter gesichert. Morrison siegte knapp vor dem Russen Iwan Skobrew und Titelverteidiger Havard Bökko aus Norwegen. Stephanie Beckerts Bruder Patrick belegte den 21. Platz. „Es lief einfach super. Besser konnte es nicht gehen“, sagte seine Schwester nach ihrer besten WM-Plazierung über die 3000 Meter trotz leichter Rückenbeschwerden in der Vorwoche.

          Nach Bronze 2011 musste die 23-Jährige im vorigen Sommer pausieren und den Trainingsausfall erst aufholen. „Umso glücklicher bin ich, dass es hier so geklappt hat“, meinte Beckert ganz stolz mit der Silberplakette um den Hals. Erste Gratulanten waren per Telefon die Eltern. „Sehr gut. Wenn man die erste Weltcupserie sieht, war das stark“, betonte Bundestrainer Stephan Gneupel zufrieden.

          „Ich habe den Platz vom vorigen Jahr halbiert“

          Pechstein war geschafft, dennoch überwog die Freude über die starke Leistung im direkten Duell mit Beckert. „Es war wirklich knapp. Aber es hätte auch eine Hundertstel sein können. Die Holzmedaille ist auch viel wert. Ich habe den Platz vom vorigen Jahr halbiert“, sagte Pechstein lachend nach Rang acht 2011 in Inzell.

          Angesichts einer Mittelohrentzündung in der vorigen Woche hatte sie sogar eine Absage für die WM erwogen, wo Beckert und sie am Samstag über 5000 Meter erneut ganz vorn mitlaufen dürften. Favoritin ist dann abermals Fünf-Kilometer-Seriensiegerin Sablikova. In 4:01,88 Minuten holte sie über 3000 Meter zum zweiten Mal nach 2007 den Titel vor Beckert (4:04,09), Wüst (4:04,87) und Pechstein (4:04,99), die 2004 für den bislang letzten deutschen Triumph auf dieser Strecke gesorgt. Die Berlinerin Isabell Ost (4:15,05) kam auf den 17. Rang unter 24 Läuferinnen.

          Pechstein schafft Wüsts Zeit nicht mehr ganz

          In einem faszinierenden Duell trieben sich die deutschen Rivalinnen gegenseitig an. Pechstein lag anfangs mehr als eine Sekunde vor Beckert. Die Thüringerin verringerte den Abstand allmählich und zog mit Pechstein im Schlepptau schließlich vorbei.

          Auf den letzten beiden Runden holte Beckert auch dank ihres Endspurtes mit großen Armschwüngen fast drei Sekunden auf die bis dahin führende Ireen Wüst auf - zur Enttäuschung der rund 5000 Zuschauer, die bei strahlender Frühlingssonne am Nachmittag die Thialf-Arena nur zur Hälfte gefüllt hatten. Pechstein schaffte es auf der ungünstigen Außenbahn nicht mehr ganz, Wüsts Zeit zu knacken.

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