Vierschanzentournee : Drei Siege und ein Bischofshofen

Kamil Stoch hat die Chance, Sven Hannawalds Meisterstück von vier Siegen bei der Vierschanzentournee nachzuahmen: Der Pole hat die ersten drei Springen gewonnen. Aber acht gescheiterte Dreifach-Sieger sind eine Warnung.
Yukio Kasaya reiste einfach ab. 1972 war ein Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee offenbar noch nicht so unermesslich wichtig, wie er heutzutage im Hype um Skispringer und immer neue Bestleistungen zu sein scheint. Und selbst die Chance, als erster Skispringer überhaupt sämtliche vier Springen einer Tournee für sich zu entscheiden, konnte die japanische Delegation nicht mehr dazu bewegen, die Reisepläne nach dem dritten Wettbewerb zu ändern, der damals nach einem ausnahmsweise in Innsbruck ausgetragenen Tourneebeginn und dem Neujahrsskispringen in Garmisch am 2. Januar in Oberstdorf ausgetragen wurde. Die Japaner wollten nicht vier Tage bis zum Dreikönigsspringen in Bischofshofen in Europa bleiben, weil sie sich gezielt auf die Olympischen Winterspiele im heimischen Sapporo vorbereiten wollten. Und so war Kasaya schon wieder in Japan, als Ingolf Mork aus Norwegen zum Gesamtsieg bei der deutsch-österreichischen Traditionsveranstaltung zum Jahreswechsel flog, die stets in Bischofshofen endet.





