Olympische Spiele : Das Schweigen der Bach-Kritiker

Im IOC zählt vor Beginn der Olympischen Spiele nur eine Meinung: die des Präsidenten. Einnahmen von 5,6 Milliarden Dollar sind sein unschlagbares Argument. Nur ein Skeleton-Pilot wagt sich mit dem Kopf voran.
Unwirklich sind diese vorolympischen Tage in Rio. Die ausländischen Gäste mit ihren Plastik-Akkreditierungen auf der Brust fahren in Bussen und Taxis durch die Stadt, fast ohne sie zu berühren. Sie besichtigen Sportstätten oder trainieren darin, die wie vergessene Filmsets wirken in einem vom Geldmangel und Resignation gezeichneten Umfeld. Und unwirklich ist auch die Inszenierung, die Thomas Bach, der oberste Regisseur des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), zurzeit hinter einer Sicherheitsschranke im Kongresszentrum des Hotels „Windsor Oceânico“ aufführen lässt. Session, die 129. Arbeitstitel: Jasager im Olymp.





