Box-Rüpel Tyson Fury : Poltern, lästern und beleidigen

Vor drei Jahren entriss Tyson Fury überraschend Wladimir Klitschko drei WM-Gürtel. Die Zeit als Box-Weltmeister aber wurde zum Desaster. Nun ist er zurück – und benimmt sich gleich wieder daneben.
Tyson Fury kann einfach nicht aufhören, die große Boxwelt zu verblüffen. Vor drei Jahren stürzte der 2,06 Meter große Hüne aus Manchester in Düsseldorf einen Schwergewichts-Champion, der bis dato die WM-Gürtel dreier großer Verbände innehatte und elf Jahre lang nicht mehr bezwungen werden konnte. Was der Auftakt für eine grandiose Zeit zu werden versprach, entwickelte sich für den einstimmigen Punktsieger über Wladimir Klitschko zum Desaster. Der Nachkomme irischer Traveller fiel nach dem Triumph in eine große Leere, fraß sich auf 172 Kilo rauf und griff zu Alkohol sowie anderen Drogen, um sich von depressiven Schüben zu befreien. In der Folge gab er im Herbst 2016 seine Gürtel zurück statt noch mal gegen Klitschko anzutreten. Wenige Tage darauf entzog ihm der britische Verband wegen des Kokainbefunds bei einer Doping-Kontrolle die Profilizenz. Er selbst twitterte mal, dass in den nächsten zehn Jahren nicht mit seinem Comeback zu rechnen sei.
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