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Handball : Liga findet Heuberger-Vorschläge „super“

  • Aktualisiert am

„Die Bundesliga von 18 auf 16 Mannschaften zu verkleinern, halte ich für eine Möglichkeit - auch angesichts des Leistungsgefälles“ Bundestrainer Martin Heuberger Bild: dapd

Handball-Bundestrainer Martin Heuberger wünscht sich abermals eine Verkleinerung der Bundesliga. Sein Wunsch nach weniger Länderspielen ist aber neu auf der Agenda. Das Echo ist überaus positiv.

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          Neuauflage einer Dauerforderung: Zum Ausklang des Länderspiel-Jahres hat Bundestrainer Martin Heuberger einmal mehr die Entlastung der Handball-Nationalspieler gefordert. Im Vorfeld der ersten beiden Qualifikationsspiele für die EM 2014 in Dänemark nahm der Schutterwälder die Ideen seines Vorgängers Heiner Brand auf: Verkleinerung der Bundesliga und Reduzierung der Champions-League-Teilnehmer. Heubergers Wunsch nach weniger Länderspielen ist aber neu auf der Bundestrainer-Agenda.

          „Ich finde Martin Heubergers Vorschläge super, weil sie ausgewogen sind und zeigen, dass alle in einem Boot sitzen“, sagte Holger Kaiser, Geschäftsführer des Ligaverbandes HBL, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. „Das ist ein Denkanstoß in die richtige Richtung: Alle müssen sich an einen Tisch setzen und verzichten.“ „Die Bundesliga von 18 auf 16 Mannschaften zu verkleinern, halte ich für eine Möglichkeit - auch angesichts des Leistungsgefälles. Außerdem wurde die Champions League in den vergangenen Jahren aufgebläht“, hatte Heuberger der Tageszeitung „Mannheimer Morgen“ gesagt.

          In Mannheim müssen sich die deutschen Handballer auf dem Weg zur EM beweisen. Am 1. November bestreitet die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) in der SAP-Arena gegen Montenegro ihr erstes Qualifikationsspiel in der Gruppe 2. Drei Tage darauf folgt in Rishon Le Zion gegen Israel die zweite Partie. „Für uns sind diese beiden Spiele richtungweisend. Wir möchten beide Partien gewinnen, um auch weiteres Selbstbewusstsein für die dann anstehende Weltmeisterschaft aufzubauen“, sagte Heuberger und schärfte den Blick für die WM vom 11. bis 27. Januar in Spanien.

          Gegen das Team aus Montenegro, das dem Olympia-Zweiten Schweden die WM-Teilnahme verbaut hatte, soll endlich Michael Haaß nach gut neun Monaten sein Comeback in der Nationalmannschaft geben. Der Spielmacher vom Bundesligaverein Frisch Auf Göppingen gehört zum deutschen Aufgebot, das Heuberger am Donnerstag bekanntgab.

          Michael Haaß kehrt in Handball-Nationalteam zurück
          Michael Haaß kehrt in Handball-Nationalteam zurück : Bild: dpa

          Haaß hatte im letzten Spiel bei der EM im Januar in Serbien einen Fußgelenksbruch erlitten. Der Rückraumspieler hatte sein für die Länderspiele gegen Serbien am Ende September geplantes Comeback wegen eines Trauerfalls in der Familie kurzfristig absagen müssen. Auch der Mannheimer Rechtsaußen Patrick Groetzki wurde nach einer langen Knieverletzung wieder nominiert.

          Dagegen muss Heuberger weiterhin auf Holger Glandorf von der SG Flensburg-Handewitt verzichten. Der Rückraumspieler verzichtete nach mehrmonatiger Pause wegen einer Infektion an der Achillessehne aus Fitnessgründen auf seine Teilnahme. Die EM in Dänemark findet vom 12. bis 26. Januar 2014 statt. Für das Turnier qualifizieren sich die ersten beiden Teams der sieben Gruppen sowie der beste Gruppendritte. Insgesamt stehen bis zum Frühjahr sechs Ausscheidungsspiele an. Dritter Gruppengegner ist Tschechien.

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          „Die EM-Qualifikation ist umfangreicher als früher. Das muss so nicht sein. Und wir brauchen auch keine Europameisterschaft, wenn im gleichen Jahr Olympische Spiele stattfinden“, sagte Heuberger, der sich damit den Forderungen der Bundesliga-Klubs anschloss.

          Eine Reduzierung der Klubs in der „stärksten Liga der Welt“ hatten sowohl die Vereine als auch der Ligaverband HBL stets abgelehnt. „Ich glaube nicht, dass es zwei Klubs gibt, die sagen, wir gehen freiwillig in die zweite Liga“, sagte Geschäftsführer Kaiser. Zudem gab er den finanziellen Aspekt zu bedenken: „Die Klubs, die nicht europäisch spielen, müssen auch ihren Etat decken. Bei 15 Heimspielen fehlen die Einnahmen von zwei Spielen.“

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