Handballspieler Nikola Karabatic :
Geduldet, aber nicht geliebt

Von
Charlotte Schneider, Paris
Lesezeit:
Immer im Mittelpunkt: Karabatic bei Olympia in London
Immer im Mittelpunkt: Karabatic bei Olympia in LondonAFP

Nikola Karabatic spielt für Frankreich bei der am Freitagabend beginnenden WM. Doch die Manipulationsaffäre wirkt nach. Gemeinsam mit ihrem einstigen Vorzeigespieler hat eine ganze Sportart den Nimbus der Unantastbarkeit verloren.

2012 war kein erfreuliches Jahr für den französischen Handball. Daran kann rückblickend nicht einmal der abermalige Olympiasieg etwas ändern. Gemeinsam mit ihrem einstigen Vorzeigespieler Nikola Karabatic hat eine ganze Sportart den Nimbus der Unantastbarkeit verloren. Das Trauma der Manipulationsaffäre um Meister Montpellier AHB wirkt noch immer nach, auch wenn alles vordergründig überstanden scheint. Tatsächlich ist es vielmehr ein Ausdruck von Pragmatismus, dass Karabatic und sein ehemaliger Teamkollege Samuel Honrubia nach der Aufhebung ihrer richterlichen Spielsperre im Verein und der Nationalmannschaft umgehend reintegriert worden sind.

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