https://www.faz.net/-gtl-8tl31

Handball-Wettskandal : Berufungsgericht verurteilt Karabatic-Brüder

  • Aktualisiert am

Auf dem Weg zu Gericht: Nikola (l.) und Luka Karabatic (Archivbild vom November 2016) Bild: AFP

Die Handballstars Nikola und Luka Karabatic sind drei Tage nach dem WM-Sieg Frankreichs zu jeweils zwei Monaten Haft auf Bewährung und fünfstelligen Geldstrafe verurteilt worden.

          1 Min.

          Drei Tage nach dem WM-Sieg im eigenen Land sind die französischen Handballstars Nikola und Luka Karabatic in einem Wettskandal zu jeweils zwei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ein Berufungsgericht in Montpellier sprach die Brüder am Mittwoch der Beihilfe zum Betrug schuldig. Das bestätigte Nikola Karabatics Anwalt der Zeitung „Midi Libre“ und zeigte sich überrascht von dem Urteil. Er sehe den Tatbestand des Betrugs nicht erfüllt, sagte er.

          Die beiden Profis müssen außerdem jeweils 10.000 Euro Strafe zahlen. Damit fiel das Urteil härter aus als in der ersten Instanz, wo sie 2015 mit Geldstrafen davongekommen waren. Die Spieler können gegen das Urteil allerdings vor das Kassationsgericht ziehen.

          Es geht um verdächtige Wetten auf ein Spiel ihres damaligen Vereins Montpellier HB im Mai 2012. Überraschend verlor der als Meister feststehende Verein die Partie beim abstiegsbedrohten Club Cesson-Rennes (28:31). Mehreren Spielern wurde vorgeworfen, die Partie manipuliert und damit Verwandten und Bekannten hohe Wettgewinne ermöglicht zu haben.

          Die Karabatic-Brüder spielten am fraglichen Tag allerdings nicht, sie hatten die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Auf die Partie waren ungewöhnlich hohe Wetteinsätze eingegangen. Insgesamt sprachen die Richter 15 Angeklagte schuldig.

          Weitere Themen

          Der FC Bayern ist wieder nicht aufzuhalten

          Sieg im DFB-Pokalfinale : Der FC Bayern ist wieder nicht aufzuhalten

          Die Vitrine wird voll: In einem zeitweise spektakulären Endspiel bezwingen die Münchner Finalgegner Leverkusen und bejubeln ihren 20. DFB-Pokalsieg. Bayer vergibt eine Riesenchance, Torhüter Lukas Hradecky unterläuft ein kurioser Fehler.

          Topmeldungen

          Jubel in Rot und Blau: Der FC Bayern gewinnt den DFB-Pokal.

          Sieg im DFB-Pokalfinale : Der FC Bayern ist wieder nicht aufzuhalten

          Die Vitrine wird voll: In einem zeitweise spektakulären Endspiel bezwingen die Münchner Finalgegner Leverkusen und bejubeln ihren 20. DFB-Pokalsieg. Bayer vergibt eine Riesenchance, Torhüter Lukas Hradecky unterläuft ein kurioser Fehler.
          Wer hier einzieht, ist höchst ungewiss: Wirecard wollte sein neues Bürogebäude Mitte kommenden Jahres in Betrieb nehmen.

          Gewerbestandort bei München : Was macht die Wirecard-Insolvenz mit Aschheim?

          Die fetten Jahre für Aschheim sind vorerst vorbei: Noch-Mitarbeiter des insolventen Dax-Konzerns spotten, es ist unklar, wer in das geplante neue Hauptquartier von Wirecard einzieht und der Bürgermeister will zu möglichen Ausfällen der Gewerbesteuer nichts sagen.
          Soldaten des Kommandos Spezialkräfte bei einer Übung im Jahr 2018

          KSK : Die fremde Welt vor der Kaserne

          Das Kommando Spezialkräfte verliert wegen rechtsextremer Umtriebe eine Kompanie. Der Gipfel der Demütigung, finden ehemalige KSK-Soldaten. Sie fühlen sich schon lange unverstanden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.