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EM-Qualifikation : Feuerwerk in Mailand, Flucht in Istanbul

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Randale in Mailand: kroatische Fans zünden Bengalos und werfen Feuerwerkskörper auf das Spielfeld Bild: AP

Beim 1:1 zwischen Italien und Kroatien sorgen die Fans für das größte Spektakel. Der türkische Torwart flieht noch vor dem Spiel vor den eigenen Fans. Guus Hiddink bleibt vorerst Trainer der Niederlande. Und dem Team aus Malta gelingt eine kleine Sensation.

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          Unschöne Szenen im Spitzenspiel der Gruppe H bei der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft in Frankreich 2016: Weil Zuschauer Feuerwerkskörper auf den Platz warfen, war die Partie zwischen Italien und Kroatien in Mailand mehrfach unterbrochen und stand zeitweise sogar vor dem Abbruch. Am Ende kam der viermalige Weltmeister nach drei zuletzt drei Siegen in Serie jedoch nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Antonio Candreva brachte die Italiener zwar in der neunten Minute 1:0 in Führung, doch die Kroaten glichen nur vier Minuten später durch den Treffer des Wolfsburgers Ivan Perisic aus. Kroatien bleibt damit mit zehn Zählern Tabellenführer vor den punktgleichen Azzurri.

          Auch der kroatische Trainer Nico Kovac versucht zu schlichten Bilderstrecke

          Weiter gut im Rennen sind in Gruppe H allerdings auch die Norweger nach dem 1:0 (1:0) in Aserbaidschan. Das Tor des Tages erzielte Havard Nordtveit vom Bundesligaklub Borussia Mönchengladbach in der 25. Minute. Mit neun Punkten aus vier Spielen können somit auch die Norweger auf ein Weiterkommen hoffen.

          Demirel wärmt sich nur auf

          Mit einem klaren 6:0 (3:0)-Sieg gegen Lettland haben die Niederlande ihrem Trainer Guus Hiddink vorerst den Job gerettet. In der Amsterdam Arena trafen am Sonntag Robin van Persie (6. Minute), Arjen Robben (35.), Klaas-Jan Huntelaar (42.), Jeffrey Bruma (78.), noch einmal der überragende Robben (82.) und erneut Huntelaar (89.) für den Drittplatzierten der Weltmeisterschaft in Brasilien. Mit dem zweiten Erfolg im vierten Spiel nahm das Oranje-Team wieder Kurs auf die EM 2016 in Frankreich.

          Nationaltrainer Hiddink hatte seine Zukunft vor der Partie an einen Erfolg gegen Lettland geknüpft. Nach vier Niederlagen in fünf Partien unter seiner Regie, darunter zwei in der Ausscheidung für das Kontinentalturnier in Frankreich, wollte der Nachfolger von Louis van Gaal schon bei einem Remis seinen Rücktritt erklären. Vor allem Bayern-Star Robben war es aber wieder einmal, der sein Team mit großem Siegeswillen zum Erfolg trieb.

          Tabellenführer der Gruppe A bleiben die Tschechen, die mit etwas Mühe 2:1 (1:1) gegen die zuletzt dreimal siegreichen Isländer gewannen. Endlich wieder ein Erfolgserlebnis gelang den Türken beim 3:1 (2:0) gegen Kasachstan. Allerdings kam es vor dem Spiel zu einem Eklat, als Nationaltorwart Volkan Demirel nach Pfiffen und Beschimpfungen durch Fans noch während des Aufwärmens vom Platz gestürmt war und das Stadion verlassen hatte.

          Dagegen blamierten sich die Bulgaren beim 1:1 (1:0) gegen Außenseiter Malta. WM-Teilnehmer Belgien tritt in Gruppe B dagegen auf der Stelle. Nach dem torlosen Remis gegen Spitzenreiter Wales rutschte das Team von Trainer Marc Wilmots auf Platz vier ab, weil Zypern zeitgleich 5:0 (3:0) gegen Andorra gewann und an den „Roten Teufeln“ vorbeizog. Platz eins vor Wales übernahm Israel, das beim 3:0 (2:0) gegen Bosnien-Herzegowina seinen dritten Sieg im dritten Spiel feierte.

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