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Deutscher Fußball-Nachwuchs : Wo Löw in Zukunft herzhaft zugreifen sollte

  • -Aktualisiert am

Die Zukunft des deutschen Fußballs spielt in der U-21-Auswahl. Bild: dpa

Nach dem 0:3 in den Niederlanden ist die Not im deutschen Fußball groß. Die Weltmeister sind in die Jahre gekommen. Hoffnung für die Zukunft gibt es aber dennoch – wenn man genau hinschaut.

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          Zur Halbzeit warf Jonathan Tah, der Kapitän der deutschen U-21-Nationalmannschaft, einen Blick auf die Trikots und Stutzen seiner Mitspieler. „Sie waren alle zerrissen“, schilderte Tah seinen ersten Eindruck nach 45 Minuten des mit offenem Visier ausgetragenen Duells mit Norwegen. Was der 22 Jahre alte Hamburger da erzählte, mag ein wenig überzeichnet gewesen sein, spiegelte aber die Stimmungslage in der Kabine. „Alle haben sich reingeworfen“, fuhr Tah fort, „da wusste ich, heute liefern wir einen Kampf ab.“ Der war auch nötig, da die Skandinavier den Pausenrückstand von 0:2 nach Treffern von Cedric Teuchert (21. Minute) und Luca Waldschmidt (31.) durch einen abgefälschten Schuss von Risa gleich zu Beginn der zweiten Hälfte auf 1:2 verkürzen konnten und damit die Chance gewittert hatten, den jungen Deutschen die Qualifikation für die nächste U-21-Europameisterschaft im Juni 2019 in Italien und San Marino noch einmal streitig machen zu können.

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          Sie taten es nicht, weil sich die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz ihrer Haut mannhaft erwehrte und diesen knappen Vorsprung mit letzter Hingabe über die Zeit brachte. Schließlich war am vergangenen Freitagabend in Ingolstadt die Qualifikation für das kommende große Turnier geschafft. Die U 21 kann also im nächsten Sommer ihren Titel von 2017 verteidigen – mit einer neuen Mannschaft, die mit ähnlich verheißungsvollen Tugenden wie ihre Vorgänger und einem vielversprechenden Erobererfußball zu den Mitfavoriten einer EM gehören wird, an der alle großen europäischen Fußball-Nationen beteiligt sein werden: die Franzosen, die Engländer, die Spanier, die Italiener und die Deutschen.

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