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VfB Stuttgart : Tayfun Korkut verlängert vorzeitig bis 2020

  • Aktualisiert am

Im Januar 2018 übernahm Tayfun Korkut den VfB Stuttgart von Hannes Wolf. Bild: dpa

Auf der Mitgliederversammlung verkündet der VfB die vorzeitige Verlängerung mit Tayfun Korkut. Trotz der knapp verpassten Qualifikation ist das internationale Geschäft aber kein Thema bei den Schwaben.

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          Der VfB Stuttgart hat den Vertrag mit Trainer Tayfun Korkut vorzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2020 verlängert. Das teilte Sportvorstand Michael Reschke auf der Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten am Sonntag mit. Korkuts ursprünglicher Kontrakt wäre im Sommer 2019 ausgelaufen. „Es wurde sehr schnell deutlich, dass wir den erfolgreichen Weg der vergangenen Monate gerne gemeinsamen fortsetzen wollen“, sagte der 44 Jahre alte Korkut laut einer Vereinsmitteilung. Auch die Verträge seiner Co-Trainer Ilija Aracic und Steven Cherundolo wurden bis zum Sommer 2020 ausgedehnt.

          „Wir haben einen Top-Trainerstab mit Tayfun Korkut an der Spitze und sind sehr froh, die Verträge mit ihm und den beiden Co-Trainern vorzeitig bis 2020 zu verlängern", sagte VfB-Sportvorstand Michael Reschke. Korkut blickt "mit großer Motivation auf die künftigen Aufgaben". Er bedankte sich bei Reschke und VfB-Präsident Wolfgang Dietrich für das Vertrauen, das sie mit der Verlängerung zum Ausdruck gebracht hätten.

          Korkut arbeitet seit Ende Januar für den VfB und war auf den zuvor beurlaubten Hannes Wolf gefolgt. Nach einer beeindruckenden Erfolgsserie in der Rückrunde führte er den Aufsteiger in der Abschlusstabelle auf den siebten Platz.

          Kein „Europacup-Phantasien“ in Stuttgart

          Die Qualifikation für den Europapokal peilt der VfB aber trotz der starken Rückrunde nicht an. Reschke rief die Anhänger zu Demut auf. „Wir träumen und sprechen für die nächste Saison definitiv nicht von irgendwelchen Europacup-Phantasien“, sagte Reschke. Die Schwaben hatten die vergangene Spielzeit auf dem siebten Rang abgeschlossen und die Qualifikation für die Europa League nur knapp verpasst.

          Zudem gab der Verein auf der Mitgliederversammlung bekannt, dass der VfB  im Geschäftsjahr 2017 einen Verlust von 13,9 Millionen Euro gemacht. Diese Zahl ergebe sich aus den gesamten Aufwendungen in Höhe von 126,4 Millionen Euro und den Erträgen von 112,5 Millionen Euro, sagte Finanzvorstand Stefan Heim, der seinen Vertrag ebenso wie Marketingvorstand Jochen Röttgermann bis 2023 verlängerte. Heim bezeichnete das Ergebnis als „Planverlust“, da der Club durch den Abstieg in die 2. Liga 2016 unter anderem einen Umsatzrückgang von 40 Prozent zu verzeichnen hatte. Außerdem wurde nach dem direkten Wiederaufstieg 2017 verstärkt in Spieler wie Santiago Ascacibar, Chadrac Akolo oder Anastasios Donis investiert.

          „Der Verein hat die 2. Liga wirtschaftlich gut überstanden“, betonte Heim. Zudem bekräftigte der 51-Jährige die Bedeutung der Ausgliederung der Fußballabteilung in eine Aktiengesellschaft vor einem Jahr. „Natürlich hätte der Verein sich auch ohne Ausgliederung Spieler holen können. Aber bei Weitem nicht in dem Umfang“, sagte Heim und bezog sich damit unter anderem auf die Rückkehr von Mario Gomez im vergangenen Winter. Das Gesamtvermögen der Aktiengesellschaft beträgt 39,3 Millionen Euro.

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