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3:1 beim SC Freiburg : Dortmunds Teenager sorgen für späte Wende

  • Aktualisiert am

Torschütze Jamie Bynoe-Gittens (links) feiert mit Youssoufa Moukoko das Tor. Bild: AFP

Lange sah es nach einem ersten Dämpfer für den BVB im Meisterschaftsrennen aus. Freiburg führte dank eines Kopfballtors von Gregoritsch. Dann schlugen die jungen Einwechselspieler der Dortmunder zu.

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          Drei späte Jokertore haben Borussia Dortmund vor einem fast schon traditionell frühen Rückschlag in der Fußball-Bundesliga bewahrt und den Zweiten der vergangenen Saison an die Tabellenspitze katapultiert. Die eingewechselten Jamie Bynoe Gittens (77. Minute), Youssoufa Moukoko (84.) und Marius Wolf (88.) drehten das Auswärtsspiel am Freitagabend beim SC Freiburg nach einem 0:1-Rückstand noch in einen 3:1 (0:1)-Sieg für den BVB.

          Bundesliga

          Trainer Edin Terzic feierte damit den neunten Sieg in Serie – das ist bisher noch keinem BVB-Coach gelungen. Zudem setzten sich die Gäste mit der Optimalausbeute von sechs Punkten aus den ersten beiden Liga-Spielen vorübergehend an die Tabellenspitze.

          „Freiburg hat uns alles abverlangt, und man muss ehrlich sagen: Bis zum 1:1 waren sie einfach besser“, sagte BVB-Innenverteidiger Nico Schlotterbeck nach seiner Rückkehr an alter Wirkungsstätte bei DAZN. „Das ist extrem bitter, wir haben in der ersten Halbzeit wahnsinnig viel investiert“, sagte Freiburgs Nationalspieler Matthias Ginter.

          Der 18-jährige Bynoe-Gittens profitierte von einem schweren Patzer von SC-Torhüter Mark Flekken. Zuvor hatte Michael Gregoritsch (35.) die lange Zeit starken Freiburger vor 34.700 Zuschauern in Führung geschossen. Bei den Gästen stand der erst Anfang der Woche verpflichtete Anthony Modeste direkt in der Startelf. Neben Modeste vertraute BVB-Trainer Edin Terzic auch Thorgan Hazard einen Platz in der Startelf an, der Belgier lief offensiv für den verletzten Nationalspieler Karim Adeyemi auf. Freiburgs Trainer Christian Streich schickte die gleiche Anfangself aufs Feld, die am vergangenen Wochenende beim FC Augsburg 4:0 gewonnen hatte.

          Blasser Modeste

          Terzic erhoffte sich von Modeste schon gegen den SC „richtige Impulse“. Der Neuzugang vom 1. FC Köln, der den wegen eines Hodentumors noch monatelang fehlenden Stürmer Sébastien Haller ersetzen soll, vergab jedoch in der 22. Minute seine erste Chance im BVB-Trikot. Vorausgegangen war ein schöner Doppelpass mit Marco Reus.

          Die Bindung zu seinen neuen Teamkollegen war also vorhanden – trotzdem geriet Freiburg zunächst nicht stark in Bedrängnis. Die Breisgauer begannen selbst sehr engagiert und störten die Angriffsbemühungen der Gäste mit großer Laufbereitschaft und Aggressivität. Außerdem suchten sie selbst den Weg nach vorne, was zu frühen Chancen führte.

          Schwerer Einstand: Anthony Modeste trat nicht wirklich in Erscheinung, verstolperte ein, zwei kleinere Chancen bei seinem BVB-Debüt.
          Schwerer Einstand: Anthony Modeste trat nicht wirklich in Erscheinung, verstolperte ein, zwei kleinere Chancen bei seinem BVB-Debüt. : Bild: AFP

          Bei einem direkten Freistoß des sehr agilen Vincenzo Grifo war Gregor Kobel noch auf dem Posten (34.), beim Gegentor eine Minute später war der BVB-Torhüter aber machtlos. Gregoritsch, der abermals den Vorzug vor Nils Petersen erhalten hatte, köpfte den Ball nach Vorarbeit von Matthias Ginter gekonnt gegen die Laufrichtung. Weltmeister Mats Hummels kam gegen den Torschützen zu spät.

          Nach dem 0:1 geriet die Dortmunder Defensive um Hummels und Nico Schlotterbeck, der vor der Saison aus Freiburg zum BVB gewechselt war, noch stärker unter Druck. Der etwas überforderte Thomas Meunier, der zuvor schon die Gelbe Karte wegen eines taktischen Fouls gesehen hatte, erzielte beinahe ein Eigentor zum 0:2 (43.).

          Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dortmund mit jeder Spielminute den Druck und kam auch zu guten Chancen. Die Freiburger verstärkten ihre Defensive und wagten sich etwas seltener nach vorne. Sallai hatte dennoch die gute Möglichkeit zum 2:0 (65.). Doch danach drehte der BVB mit seinen jungen Einwechselspielern auf – und wie.

          „Ich habe heute nichts gesehen, was wir nicht in der Analyse auch gesehen haben. Aber es ist dann trotzdem brutal zu verteidigen, weil sie so gut sind“, gab BVB-Trainer Terzic anerkennend zu, freute sich aber schließlich über die „Mentalität“ seiner Mannschaft. „Wir sind am Ende auf dem Gaspedal geblieben.“

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