FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Krisengefahr :
Pfandbriefbank im Kreuzfeuer

Markus Frühauf
Ein Kommentar von
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Das Institut steht unter Druck. Die Sorge vor einer neuen Finanzkrise wächst, aber Geschichte muss sich nicht wiederholen.

Die Pfandbriefbank (PBB) ist in das Visier spekulativer Anleger geraten. Nun verstärkt die Ratingagentur S&P Global den Druck mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Anlass zur Sorge geben die hohen Kreditbestände für US-Büroimmobilien. Die schlummern auch in den Bilanzen anderer Institute, doch im Fall der PBB weckt der Kursverfall der Aktie Erinnerungen an die vom US-Immobilienmarkt 2008 ausgehende Finanzkrise. Das bekannteste deutsche Opfer war der Münchner Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE), der vom Bund abgewickelt worden ist. Aus den gesunden Teilen ging die PBB hervor. Doch die HRE-Geschichte muss sich nicht wiederholen, auch nicht die Finanzkrise. So haben die Bankenaufseher ihre Lehren gezogen, wie die Schieflage der Schweizer Großbank Credit Suisse gezeigt hat. Diese wurde durch die Schweizer Aufsicht und die übernehmende UBS für die internationalen Finanzmärkte schmerzfrei gelöst. Die Banken verfügen zudem über robustere Eigenkapitaldecken. Die PBB ist anders als die Credit Suisse nicht systemrelevant, was ihre Abwicklung erleichtern würde. Davon ist sie aber noch weit entfernt angesichts ihrer Eigenkapital- und Liquiditätspuffer, die deutlich über den regulatorischen Vorgaben liegen. Doch Puffer können schnell aufgebraucht sein, wenn die Bank im Kreuzfeuer bleibt. Nur auf eine zinspolitische Wende und damit auf eine Erholung der Immobilienmärkte zu hoffen reicht nicht.

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