Verbraucherpreise : Jahr der Inflation
Das Jahr 2023 wird wegen seiner extremen Preissteigerungen in die Geschichte eingehen.
Jetzt ist es amtlich: Das Jahr 2022 war das Jahr mit den höchsten Benzinpreisen in der Geschichte der Bundesrepublik – und die Inflation erreichte zeitweise den höchsten Stand seit den 1950er-Jahren. Es war das Jahr, in dem Russland die Ukraine überfallen hat, das wiegt mit all seinen Folgen natürlich unvergleichbar schwerer. Und trotzdem wird den Menschen auch in Erinnerung bleiben, wie es war, als das Brot auf einmal so viel teurer wurde, als Leute im Supermarkt Sojaöl hamsterten und als an der Tankstelle beim Spritpreis zum ersten Mal eine „2“ vor dem Komma stand. Es ist noch nicht lange her, da wurde unter Ökonomen diskutiert, ob die Inflation „tot“ sei; diese Frage dürfte sich nach diesem Jahr erledigt haben. Als der ADAC vermeldete, 2022 sei das teuerste Tankjahr aller Zeiten gewesen, fügten ganz Schlaue sofort den Zusatz „bis jetzt“ hinzu. Das Gefühl, dass es nicht so ganz schnell ein Ende haben wird mit Inflation und hohen Preisen, ist sehr verbreitet. Mit etwas Glück ist der Höhepunkt der Teuerung überschritten. Die Bundesbank rechnet für 2023 mit einer Inflation von gut 7 Prozent. Das wäre etwas weniger als zuletzt – aber von Preisstabilität noch weit entfernt.
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