FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Hochzinsanleihen :
Deutsche Bank erwartet steigende Ausfallraten

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In den vergangenen Jahren haben sich nicht nur Anleger daran gewöhnt, dass Zahlungsausfälle bei Unternehmensanleihen praktisch kaum noch vorkamen.

Frankfurt ⋅ In den vergangenen Jahren haben sich nicht nur Anleger daran gewöhnt, dass Zahlungsausfälle bei Unternehmensanleihen praktisch kaum noch vorkamen. Seit 24 Jahren erstellt die Deutsche Bank Research Studien zu diesem Thema. Man sei lange überzeugt gewesen, die Welt ultraniedriger Ausfallraten werde auf Dauer anhalten, schreiben die Analysten in der jüngsten Ausgabe. Doch jetzt könne es schwieriger werden. Dabei seien die Ausfallraten von Hochzinsanleihen zuletzt auf neue Tiefstände gefallen. Doch rechnet man mit einer zyklischen Rezession in den USA im kommenden Jahr. Es werde ein Tauziehen geben zwischen steigenden realen Renditen und höheren Risikoaufschlägen für längere Laufzeiten einerseits und dem Wunsch der Politik, die hohe Verschuldung der Wirtschaft nicht zum Vorschein kommen zu lassen. Doch werde Letzteres weniger stark sein als zuvor. In diesem Fall rechnen die Analysten mit einem Anstieg der Ausfallraten für Hochzinsanleihen in den USA auf 5 Prozent zum Ende des Jahres 2023 und einem Spitzenwert von 10,3 Prozent im Jahr 2024. Für Europa prognostizieren sie 3,8 und 6,6 Prozent. Allerdings hänge dies auch davon ab, dass die Inflation weiter hoch bleibe.

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