Brexit :
Nachspielzeit für May

Klaus-Dieter Frankenberger
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Warum sich die britische Politik ein Beispiel am englischen Fußball nehmen sollte.

Wenigstens im Fußball hat England nicht genug von „Europa“. Nicht genug? Das war schon satte Dominanz, was vier Vereine der Premier League vorgeführt haben und das pikanterweise gleich drei Mal gegen Klubs aus der Bundesliga. Aus deutscher Sicht war das ein ziemlich ernüchternder Exit von der großen Bühne, fast so deprimierend wie die Niederlagen, welche die britische Premierministerin in den vergangenen Tagen einstecken musste.

Aber noch gibt Theresa May „ihre“ Sache und „ihren“ Deal mit der EU nicht verloren. Denn wenn das Unterhaus mitspielt, gibt es noch eine Verlängerung, und wenn es nicht mitspielt, dann wird sogar ziemlich lange nachgespielt, vielleicht sogar über Ende Mai hinaus. Dann muss das Vereinigte Königreich sogar an der Europawahl teilnehmen, was für ein Land, das aus der EU austreten will, ziemlich kurios wäre.

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Aber vielleicht setzt sich die Vernunft in den kommenden Wochen und Monaten ja doch noch durch mit einem Kompromisskurs gegen all jene, die den Leuten das Blaue vom Himmel versprochen, aber keinen Schimmer von der harten Wirklichkeit der Scheidung hatten. Die britische Politik sollte sich ein Beispiel am englischen Fußball nehmen.

Der ist wettbewerbsfähig, weil er nicht kleinenglischer Nostalgie verhaftet ist.

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