Forschung :
Alternativlose Tierversuche

Joachim Müller-Jung
Ein Kommentar von
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Ein Rhesusaffe sitzt im Freigehege am Institut für Hirnforschung in Frankfurt
Ein Rhesusaffe sitzt im Freigehege am Institut für Hirnforschung in FrankfurtFrank Röth

Viele Menschen fragen sich, ob die Versuche an Tieren noch sein müssen. Tatsächlich löst sich das asymmetrische Verhältnis von Mensch und Tier auf. Doch ein Forschungsverzicht würde vor allem die Solidarität mit anderen Menschen in Frage stellen. Ein Kommentar.

Müssen Tierversuche wirklich sein? So kann man fragen. Man kann die Frage aber auch so stellen, wie sie von einigen der mehr als 1,2 Millionen Unterzeichner gemeint sein dürfte, die in einer EU-Bürgerinitiative die Zulässigkeit von Tierversuchen bezweifeln: Ist es unserer aufgeklärten, vielfach begünstigten, aber eben auch ethisch hochgradig sensibilisierten Kultur noch angemessen, Tiere ausschließlich fremdnützig, also für den Fortschritt des menschlichen Wohlergehens, einzusetzen?

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