Großer Senftest :
Nicht nur zur Bockwurst

Von
Thomas Platt
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Senf ist gleich Senf? Mitnichten! Es gibt ihn grob, fein, krümelig, sämig, süßlich, nussig oder prickelnd.
Senf ist gleich Senf? Mitnichten! Es gibt ihn grob, fein, krümelig, sämig, süßlich, nussig oder prickelnd.Matthias Lüdecke

Von vulgär bis vornehm: Senf kann vieles. Wir haben fast 30 Sorten getestet – und präsentieren Ihnen das beste Dutzend in der Einzelkritik. Welcher schmeckt und welcher schreckt ab?

Im Grunde genommen, sagt der Koch, richte sich eine fertige Würzpaste gegen die Berufsehre. Wem es wirklich ernst sei mit dem Kochen, der sei bei allem bemüht, es möglichst selbst anzufertigen. Mit diesen Worten setzt Maximilian Strohe einen Teller mit Bouletten auf den Tisch. Die krustigen Küchlein scheinen nach Senf förmlich zu schreien. Doch das täuscht. Gleich mit dem ersten Biss ins saftige Brät, das Strohe aus Hack vom Kalb, Schalotten, Estragon, Orangen- und Zitronenabrieb sowie Ochsenmark zusammengesetzt hat, verschwindet etwas auf Nimmerwiedersehen: das Verlangen nach einer Würze, die von außen kommt. Im Nachhinein schämt man sich beinahe.

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