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Skisprung-Auftakt : Nur Polen ist zu gut für die Deutschen

  • Aktualisiert am

Gut geflogen in Wisla: Richard Freitag. Bild: EPA

Auch ohne Olympiasieger Wellinger gelingt den Deutschen gleich in Wisla ein starker Auftakt. Die mannschaftliche Geschlossenheit macht Hoffnung auf mehr. Auch der Trainer ist mit dem Start zufrieden.

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          Ein überragender Kamil Stoch hat den ersten Überraschungscoup der deutschen Skispringer in diesem Winter verhindert. Mit einem Fabelsprung auf 129 Meter sicherte der Tournee-Sieger Gastgeber Polen beim Weltcup-Auftakt in Wisla am Samstag den Erfolg im Teamwettbewerb. Die DSV-Adler belegten in der Besetzung Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe und Richard Freitag einen starken zweiten Platz, lagen am Ende aber etwa sechs Meter hinter den Siegern. Die soliden Sprünge von Schlussmann Freitag reichten nicht, um den kleinen Vorsprung auf Polens Überflieger Stoch zu verteidigen.

          „Wir wollten auf das Podium kommen. Es war cool, dass wir bis zum letzten Springer ein Duell liefern konnten. Kamil Stoch war aber eine Klasse stärker“, sagte Bundestrainer Werner Schuster in der ARD. Zuvor hatte der extrem starke Leyhe mit dem siebten Sprung die Führung erobert und Hoffnungen auf den ersten Sieg befeuert. Mit deutlichem Abstand Dritter wurde Österreich, der Topfavorit aus Norwegen musste nach einer Disqualifikation von Robert Johansson schon nach einem Durchgang alle Hoffnungen auf den Sieg begraben.

          Trainer Schuster hatte auf Olympiasieger Andreas Wellinger verzichtet, nachdem dieser in Training und Qualifikation nicht überzeugt hatte. „Andi wird weiterkämpfen, er ist ein hervorragender Skispringer. Es läuft halt nicht ganz so optimal“, merkte Schuster an. Mit seiner Entscheidung lag er nicht falsch, das Quartett um Freitag überzeugte mit Konstanz, weiten Sprüngen und sicheren Landungen auf dem schwierigen Hang im herbstlichen Wisla. „Hier könnte man Curling spielen oder Eislaufen“, merkte Freitag zum Aufsprunghang an der Adam-Malysz-Schanze an.

          Schuster sah sich in den positiven Eindrücken aus der Vorbereitung bestätigt. „Das Potenzial ist da, aber man braucht ein bisschen Glück“, befand er. Das erste Springen Mitte November gilt bei den Springern oft als Wundertüte, wirkliche Aufschlüsse werden erst die kommenden Wochen in Kuusamo, Nischni Tagil und Titisee/Neustadt im Schwarzwald bieten. „Es war kein einfacher Wettkampf. Da können wir schon ganz zufrieden sein“, sagte Eisenbichler, der eine ordentliche Leistung zeigte. Es gebe aber durchaus „noch Potenzial nach oben“. Im Einzel am Sonntag (15.00 Uhr in der ARD und bei Eurosport) ist dann auch Wellinger wieder mit dabei, er hatte sich als 46. gerade noch so für den Wettbewerb qualifiziert. Die mannschaftliche Geschlossenheit aus dem Teamspringen soll dann für die Adler wieder Trumpf sein. „Ich bin froh, dass ich ein gutes Team habe“, resümierte Schuster.

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