Zukunft einer Sportart : Schach braucht Carlsen mehr denn je

Der alte und neue Schach-Weltmeister wird zum Remiskönig. Das wurmt Magnus Carlsen offenbar selbst. Nach der Rekordserie in London steht das WM-Format in der Diskussion. Doch das ist nicht die einzige Sorge.
Nicht alles, aber fast alles drehte sich bei dieser Schach-Weltmeisterschaft um Magnus Carlsen. Um seine Witze und um seine Aussetzer, zum Beispiel. Die Experten stritten über die Güte seiner Vorbereitung und über die Matchstrategie des Norwegers. Die von Fabiano Caruana waren kein Thema. Der Herausforderer wirkte Runde für Runde unverändert. Carlsen gab mal den Kasper, mal den einsilbigen Griesgram. Niemand zweifelte, dass Caruana in Form war, aber war es auch der Titelverteidiger? Keinen interessierte, was der Herausforderer an den spielfreien Tagen tat. Carlsen war bei Chelsea, schaute Alexander Zverev und Roger Federer beim Tennis zu, und er brachte vom Fußballspielen ein Pflaster und ein geschwollenes Auge mit.
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