https://www.faz.net/-gtl-9h5ad

Zukunft einer Sportart : Schach braucht Carlsen mehr denn je

  • -Aktualisiert am

Strahlend, aber nicht ganz zufrieden: Schach-Weltmeister Magnus Carlsen. Bild: EPA

Der alte und neue Schach-Weltmeister wird zum Remiskönig. Das wurmt Magnus Carlsen offenbar selbst. Nach der Rekordserie in London steht das WM-Format in der Diskussion. Doch das ist nicht die einzige Sorge.

          3 Min.

          Nicht alles, aber fast alles drehte sich bei dieser Schach-Weltmeisterschaft um Magnus Carlsen. Um seine Witze und um seine Aussetzer, zum Beispiel. Die Experten stritten über die Güte seiner Vorbereitung und über die Matchstrategie des Norwegers. Die von Fabiano Caruana waren kein Thema. Der Herausforderer wirkte Runde für Runde unverändert. Carlsen gab mal den Kasper, mal den einsilbigen Griesgram. Niemand zweifelte, dass Caruana in Form war, aber war es auch der Titelverteidiger? Keinen interessierte, was der Herausforderer an den spielfreien Tagen tat. Carlsen war bei Chelsea, schaute Alexander Zverev und Roger Federer beim Tennis zu, und er brachte vom Fußballspielen ein Pflaster und ein geschwollenes Auge mit.

          Die Fans des launischen Norwegers dürfen sich auf eine weitere Staffel seiner Show freuen. Zwei weitere Jahre bleibt Carlsen also Weltmeister. Er hat Caruana zwar in keiner regulären Partie schlagen können. Aber dass er auch keine der zwölf Partien verloren hat, reichte fürs Stechen. Und bei verkürzter Bedenkzeit war Carlsen dem Amerikaner haushoch überlegen. Drei Siege in Folge, die vierte angesetzte Partie wurde überflüssig. Es war, salopp gesagt, so brutal, dass selbst der gefasste Caruana über seine Gefühle Auskunft gab.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+