Reitturnier in der Festhalle : Insel der Seligen

Am vierten Advent gibt sich die Reitsportelite in der Frankfurter Festhalle die Ehre. Doch die Veranstalter haben mit einer immer größeren Konkurrenz im Ausland zu kämpfen.
Geld ist nicht alles. So wird gerne argumentiert, wenn alternativ mit sogenannten weichen Faktoren gepunktet werden kann. Beim Hallenreitturnier am vorletzten Wochenende in Prag, im Vorjahr noch in zeitlicher Konkurrenz zu Frankfurt, waren 1,25 Millionen Euro an Preisgeldern zu gewinnen. Vom 19. bis 22. Dezember sind in der Festhalle 365.000 Euro zu holen. Der Gesamtetat wird mit zirka 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Der bundesweite Trend: Die Ansprüche an Turnierveranstalter werden größer, ihre Zahl schrumpft gleichzeitig. Helfermangel wird beklagt, weniger werdende Sponsoren – da erscheint das Festhallenturnier in der Regie der Familie Linsenhoff und Rath wie eine Insel der Seligen. „Es müsste noch ein, zwei, drei Turniere in der Art von Frankfurt geben“, antwortete Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu unlängst auf die Frage nach ihren Wünschen, falls eine Fee sie danach fragen würde. Warum Frankfurt? Das Flair der Festhalle, die Infrastruktur mit Stallungen und Abreiteplatz, exzellenter Boden, begeisterungsfähiges Publikum.





