https://www.faz.net/-gzn-9wml2

Darmstadt 98 : Vertrag mit Grammozis soll verlängert werden

  • -Aktualisiert am

Trainer Dimitrios Grammozis: Die Vertragsverlängerung soll noch diesen Monat erfolgen. Bild: dpa

Einen neuen zweiten Geschäftsführer haben die „Lilien“ bereits verpflichtet: Kowalewski kommt vom Volleyballverband zum Fußballklub. Auch auf dem Trainerposten dürfte bald Klarheit herrschen.

          2 Min.

          Der SV Darmstadt 98 hat an diesem Montag personell Fakten geschaffen. Aber nicht auf der Position des Trainers, sondern auf Geschäftsführerebene. Mit dem 49 Jahre alten Martin Kowalewski holte der Fußball-Zweitligaverein einen zweiten Geschäftsführer, der vom 1. März an die Bereiche Marketing, Vertrieb, Merchandising und New Business betreuen wird. Der ehemalige „Lilien“-Profi hatte zuletzt die Vermarktungs-Agentur des Deutschen Volleyball-Verbandes geführt. Kaufmännischer Geschäftsführer in Darmstadt bleibt der 43 Jahre alte Michael Weilguny. Er ist zusammen mit Vereinspräsident Rüdiger Fritsch als Geschäftsführer der SV 98 Stadion GmbH tätig. Kowalewski wird Weilguny in Zukunft entlasten.

          Klarheit wird in Kürze auch bei Trainer Dimitrios Grammozis herrschen, sofern nichts Unvorhergesehenes mehr dazwischenkommt. Nach Informationen dieser Zeitung werden die Darmstädter den Vertrag mit dem Deutsch-Griechen wohl noch im Februar verlängern, gut möglich, dass das sogar schon in dieser Woche vor dem Auswärtsspiel am Sonntag gegen Nürnberg passiert. Im Februar des vergangenen Jahres hatte der Fußballlehrer die Zusammenarbeit mit dem SVD begonnen, sie ist bis einschließlich 30. Juni dieses Jahres datiert.

          Im ersten Schritt hatte der ehemalige Bundesligaprofi den SVD in der Vorsaison mit dem Gewinn von 20 Punkten aus elf Spielen und Platz 10 zum Klassenverbleib geführt. Heute sind die „Lilien“ seit dem 8. Dezember unbesiegt, fünf Unentschieden folgten jetzt zwei Erfolge gegen Sandhausen (1:0) und Dresden (3:2). Mit acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang 16 konnte sich der neue Tabellenneunte deutlich von den Abstiegsplätzen absetzen.

          „Natürlich helfen Ergebnisse beiden Seiten“, sagte Fritsch dieser Zeitung. Aufgrund der positiven Entwicklung und der gewonnenen Stabilität werden die Südhessen nun Fakten schaffen. Grammozis hatte in den vergangenen Wochen immer seinen Willen bekundet, den eingeschlagenen Weg am Böllenfalltor fortführen zu wollen. „Wir kommen mit sehr viel Lust und guter Laune zum Training“, sagte er am Sonntag. Dass um dessen Vertrag „gepokert“ werde, verneinte Grammozis. Das zögerliche Verhalten der Vereinsverantwortlichen in der Trainerfrage lächelte er in der Öffentlichkeit weg. Ihm kam kein falsches Wort über die Lippen. Nun werden sich seine Geduld und sein beharrliches Arbeiten für ihn mit einem neuen Vertrag auszahlen.

          Auch mit Kowalewski sehen sich die „Lilien“ für die Zukunft gut aufgestellt. „Mit seiner Ernennung treiben wir die Professionalisierung beim SV 98 weiter voran und gewinnen zusätzliche Kompetenz in Bereichen, die in den letzten Jahren im Profifußball eine immer größer werdende Bedeutung und Relevanz erfahren haben“, sagte Fritsch. Kowalewski blickt unter anderem auf Tätigkeiten bei der UFA Sports GmbH sowie bei der Sportfive GmbH & Co. KG zurück. Von 2009 bis 2015 war er Geschäftsführer der Bayer 04 Leverkusen Marketing GmbH. „Darmstadt 98 ist ein Klub, der sich in den vergangenen Jahren mit einem extremen Tempo weiterentwickelt hat. Diesen Prozess zu begleiten und mitzugestalten, reizt mich sehr“, sagte Kowalewski.

          Weitere Themen

          Rhein-Derby vor leeren Rängen Video-Seite öffnen

          Düsseldorf gegen Köln : Rhein-Derby vor leeren Rängen

          Am Wochenende trifft Fortuna Düsseldorf auf den 1. FC Köln. Doch auch das Rhein-Derby muss in dieser Saison ohne die Fans stattfinden. Doch auch als Geisterspiel sei das Aufeinandertreffen der beiden Vereine etwas Besonderes, wie beide Trainer beteuerten.

          Topmeldungen

          Freiwillige Helfer bereiten in Madrid Lebensmittelpakete zur Verteilung vor.

          Corona macht Spanier arm : Soziale Tsunamis und Hungerschlangen

          In Spanien hat die Armut infolge der Corona-Krise drastisch zugenommen: Allein in Madrid kommen mehr als 100.000 Menschen ohne Armenküchen und Lebensmittelhilfe nicht mehr über die Runden. Spaniens Regierung will deshalb eine Art Hartz IV einführen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.