Liveblog Olympia 2026 : „Magische Spiele“: Feuer in Italien ist erloschen
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In der Arena von Verona endeten die Olympischen Winterspiele 2026.EPA
Abschlusszeremonie in berühmter Arena in Verona +++ IOC-Präsidentin Kirsty Coventry beendet die Spiele +++ Olympia im Winter 2030 in den französischen Alpen +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.
Verfolgen Sie die Olympischen Winterspiele 2026 aus Mailand und Cortina im Liveblog. Weitere Infos finden Sie auf unserer Sonderseite, außerdem im Liveticker und in den Ergebnissen mit dem Medaillenspiegel.
Die 25. Olympischen Winterspiele mit den Hauptorten Mailand und Cortina d'Ampezzo sind zu Ende gegangen. Um 22.36 Uhr sprach IOC-Präsidentin Kirsty Coventry die traditionelle Schlussformel im historischen Amphitheater von Verona, um 22.43 Uhr erlosch das Olympische Feuer. „Grazie Italia per questi Giochi magici!“, sagte Coventry in ihrer Rede: Dank an Italien für diese „magischen Spiele“.
Für die deutsche Mannschaft, die nach 116 Wettbewerben mit achtmal Gold, zehnmal Silber und achtmal Bronze im Medaillenspiegel Platz fünf belegte, trugen die siebenmaligen Rodel-Olympiasieger Tobias Arlt und Tobias Wendl die Fahne in die Arena.
Die nächsten Winterspiele finden vom 1. bis 17. Februar 2030 in Frankreich statt. Hauptort ist Nizza, weitere Wettkämpfe werden in den französischen Alpen ausgetragen. Zuvor richtet Los Angeles die nächsten Sommerspiele aus (14. bis 30. Juli 2028). LA wird zum dritten Mal nach 1932 und 1984 Olympia-Gastgeber. Bereits in knapp zwei Wochen beginnen in Norditalien die Paralympics (6. bis 15. März). (sid)
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Achille Lauro, einer der beliebtesten Sänger Italiens und geboren in Verona, setzt einen emotionalen Schlusspunkt unter diesen letzten Akt der Olympischen Winterspiele. Und Rigoletto macht tatsächlich das Licht aus. Grazie e buona notte!

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Das Programm driftet jetzt dezidiert Richtung Feier-Abend. Die Musik von Alfa ist laut und der Bass pumpt. Und plötzlich wirkt das deutsche Outfit gar nicht mehr so fehl am Platz. Der Kommentar der RAI ist seit mehreren Minuten nicht mehr zu hören gewesen. Soll es das tatsächlich gewesen sein? Noch nicht ganz. Aber eine gute Gelegenheit, an dieser Stelle im Namen der Sportredaktion der F.A.Z. für Ihr Interesse an unserer Berichterstattung von diesen Olympischen Spielen in den vergangenen drei Wochen zu danken.
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Und das Wetter hat es gut mit der Arena von Verona gemeint. Kein Regen, es hat dort gerade sechs Grad. Im Hitzesommer 2025 waren die Bedingungen auf der Bühne noch abends so extrem, dass die Bühnengewerkschaft damals meinte, es erinnere an Squid Game. Bei „Aida“ wurde eine Sängerin wegen der Hitze ohnmächtig, mehreren Chorsängern wurde schlecht. Die meisten Ausfälle gab es bei "Nabucco", weil da Kostüme getragen wurden, die mit Stiefel, Jacken und einem Kunststoffgitter mit LED-Leuchten zehn Kilogramm auf die Waage brachten. Jetzt wird dort gerade ein Klavierstück von Ludovico Einaudi live interpretiert von Gloria Campaner.

AP
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Und damit sind die Olympischen Winterspielen 2026 offiziell beendet.
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IOC-Präsidentin Kirsty Coventry führt mit ihrer Rede nun die Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo 2026 an ihr Ende. Ihre auf Italienisch gesprochenen Sätze lösen ein herzhaftes Lachen bei Organisationschef Giovanni Malago aus. Nun denn. "Whenever there was a challenge, you found a way", sagt Coventry an Malago gerichtet und an dieser Stelle lässt sich anfügen: Der Ansatz, den Mailand zu den Spielen gefunden hat, war entspannt und bisweilen etwas beiläufig. Die große Stadt hat schon ganz andere Herausforderungen bewältigt. Das war in vielerlei Hinsicht kein unsympathisches Konzept.

AFP
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Giovanni Malagò bedankt sich in seiner Rede bei den Athletinnen und Athleten sowie den Freiwilligen und fasst die Ergebnisse dieser Ausgabe zusammen. Und er lobt Italien für seinen Auftritt. Bei der Eröffnungsfeier hatte er schon gesagt, er sei stolz, ein Italiener zu sein. Jetzt sagt er: "Ich bin jetzt noch stolzer". Passt alles sehr gut zu der Made in Italy-Doktrin von Italiens Regierung Meloni. Und jetzt hat er gerade gesagt: GRAZIE to our stakeholders!

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Die Franzosen mit Organisationschef Edgar Grospiron hatten am Samstag eine Pressekonferenz hier in Mailand gegeben. Etliche Fragen sind offen, im Organisationskomitee gibt es öffentlich ausgetragene Streitigkeiten, Grospiron gab sich gleichwohl höchst optimistisch: Die Spiele 2030, die mit einem den jetzt zu Ende gehenden Spielen in Italien sehr ähnlichen Konzept ausgetragen werden sollen, würden getragen von den regionalen Unterschieden der beteiligten Regionen und Täler. Grospiron nannte unterschiedliche Käsesorten, Weine und Tänze als Kulturgut, das inspiriere. Ein Ansatz, der bei der Tour de France funktioniert. Und für die Olympischen Spiele? Bonne chance.
Die Eisschnellläufer allerdings bekommen vom französischen Wein allenfalls aus dem Supermarkt zu kosten – die Wettbewerbe werden entweder in Turin oder in Heerenveen ausgetragen. In Mailand fand sich kein Eisschnellläufer, der von dem Ansatz vollends überzeugt ist. Eine große Mehrheit lehnt ihn ab.
Die Eisschnellläufer allerdings bekommen vom französischen Wein allenfalls aus dem Supermarkt zu kosten – die Wettbewerbe werden entweder in Turin oder in Heerenveen ausgetragen. In Mailand fand sich kein Eisschnellläufer, der von dem Ansatz vollends überzeugt ist. Eine große Mehrheit lehnt ihn ab.
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Die Olympische Flagge wurde vom Bürgermeister von Mailand , Beppe Sala, und dem Bürgermeister von Cortina, Gianluca Lorenzi, an die beiden Vertreter der französischen Alpen übergeben, die die Olympischen Winterspiele 2030 ausrichten werden. Es wirkte ein bisschen so, als seien die beiden Italiener erleichtert, die Flagge abgeben zu können.

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Zurück in den offiziösen Teil des Abends: Auf die griechische Hymne folgt die olympische Hymne von Spyros Samaras, Text Kostis Palamas. Bestandteil des Selbstverständnisses des Internationalen Olympischen Komitees seit 1896.
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Die italienische Musikerin Joan Thiele singt und der weltberühmte Balletttänzer Roberto Bolle erreicht die Bühne, deren Bühnenbild einem Wassertropfen nachempfunden ist. Er ist Étoile am Teatro della Scala in Mailand und war der erste Italiener, der gleichzeitig Principal Dancer beim American Ballet Theatre in New York war. Er hat schon für Queen Elizabeth II., Papst Johannes Paul II. getanzt.

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Ein Moment der Besinnung, der Teil des olympischen Protokolls geworden ist, heute Abend zu den Klängen von Giacomo Puccini und seiner Madame Butterfly.
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Das letzte Mal, dass drei Langläufer aus einem Land im 50-Kilometer-Langlauf-Marathon zu den Medaillen liefen, war am 23. Februar 2014 in Sotschi, als drei Russen (Legkow, Wylegschanin, Tschernoussow) vorne waren. Das Ergebnis steht trotz des staatlichen Betrugs bei den Doping-Spielen von Sotschi bis heute. Am selben Tag, dem Tag der Schlussfeier von Sotschi, ordnete Wladimir Putin die Annexion der Krim an, der Anfang des russischen Kriegs gegen die Ukraine. Ein dunkler Tag in der Geschichte der Olympischen Spiele.
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DJ Gabry Ponte, hat gerade aufgelegt zu der Tanz-Hommage für die vielen Volunteers, die einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Spiele hatten. GRAZIE!
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In der italienischen RAI führt der bekannte und erfahrene Moderator Auro Bulbarelli durch den Abend. Eigentlich war der Chef von RAI Sport, Paolo Petrecca, vorgesehen gewesen. Aber nach seiner desaströsen Moderation der Eröffnungsfeier am 6. Februar, bei der der alle möglichen Leute verwechselte, seiner Ko-Moderatorin ständig ins Wort fiel und einige peinliche Klischees über die verschiedenen Nationen zum Besten brachte, traten die RAI-Journalisten aus Scham und Ärger in einen besonderen Streik: Sie verweigerten ihre Unterschriften unter ihren Beiträgen. Vor ein paar Tagen hat die RAI Petreccas Absetzung bekannt gegeben. Eigentlich hätte Auro Bulbarelli die Eröffnungsfeier moderieren sollen, aber wegen Geheimnisverrats (er hatte ausgeplaudert, dass Sergio Mattarella per Tram ins Stadion kommen wird) war er von der Aufgabe befreit worden – von Petrecca selbst, der dann auch selbst moderierte…
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