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Eisschnelllauf : Kramer siegt in Rekordzeit

  • Aktualisiert am

Sven Kramer ist über 5000 Meter eine Klasse für sich Bild: AFP

Im Eisschnelllauf über 5000 Meter der Herren gehen alle drei Medaillen an die Niederlande. Favorit Sven Kramer setzt sich mit olympischer Rekordzeit durch. Zwei Deutsche schaffen es unter die besten Zehn.

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          Das Daumendrücken von Bayern-Star Arjen Robben hat Sven Kramer geholfen. Der „fliegende Holländer“ sicherte sich in Sotschi seinen zweiten Olympiasieg über 5000 Meter. In 6:10,76 Minuten gewann der Rekordweltmeister die 100. Goldmedaille in der Geschichte des olympischen Herren-Eisschnelllaufs und verwies dabei seine Landsleute Jan Blokhuijsen (6:15,71) und Jorrit Bergsma (6:16,66) auf die Plätze zwei und drei. Für den 27 Jahre alten Kramer war es bereits die fünfte Olympia-Medaille seiner Karriere. Patrick Beckert aus Erfurt erfüllte auf Platz acht (6:21,18) die Erwartungen, der Inzeller Moritz Geisreiter wurde Zehnter (6:24,79).

          Der Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele in Sotschi

          Am Morgen ließ Bayern-Profi Arjen Robben seinem Freund Kramer via „Telegraaf“ noch eine Foto-Botschaft zukommen, in der er in einem Trikot mit der Aufschrift „Success 1. Sven“ posiert. Gleiches hatte Kramer vor der Wahl des „Sportlers des Jahres 2013“ mit Robben gemacht - nun überraschte der Fußball-Star seinen Kumpel mit der Retourkutsche. Kramer, der seine Landsleute tags zuvor durch einen Rad-Unfall kurzzeitig beunruhigte, legte als erster der Favoriten eine Topzeit vor, die niemand mehr verbessern konnte. Wie ein Uhrwerk spulte er jede seiner Runden unter 30 Sekunden ab.

          Ganz so schnell war Beckert nicht unterwegs. Vor dem Rennen kündigte der Thüringer an, nicht nur gut laufen, sondern auch zu den „Besten der Welt“ gehören zu wollen. Zumindest zur erweiterten Weltspitze gehörte er in Sotschi. Vor 6000 Zuschauern in der ausverkauften Adler-Arena kämpfte Beckert unter dem Beifall seiner Schwester Stephanie, der Team-Olympiasiegerin von Vancouver, verbissen um jeden Meter. Er ließ im direkten Duell den südkoreanischen Olympiasieger Lee Seung-Hoon hinter sich und wurde mit Platz acht belohnt, der ihm künftig auch die A-Kader-Förderung sichert. Vor vier Jahren war der Erfurter bei seinem Olympia-Debüt mit 19 Jahren noch auf Platz 22 gelandet.

          Bester Deutscher: Patrick Beckert

          Nicht ganz glücklich war Moritz Geisreiter mit seinem Rennen. „Ich habe mich ein bisschen geärgert, dass es am Ende nicht mehr so rund gelaufen ist. Ich musste viel arbeiten, viel Kraft einsetzen. Das sind Körner, die hinten fehlen“, sagte der 2,00-Meter-Schlaks aus Inzell nach seinen 6:24,19 Minuten. Eine glatte Enttäuschung war der 21. Platz des Chemnitzers Alexej Baumgärtner, der damit sein Ticket für die 10.000 Meter an Geisreiter verloren haben dürfte.

          Gold: Sven Kramer (Niederlande)
          Silber: Jan Blokhuijsen (Niederlande)
          Bronze: Jorrit Bergsma (Niederlande)

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