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Weltcup im Skispringen : Geiger macht Hoffnung – Sorge um Wellingers Knie

  • Aktualisiert am

Immerhin für Karl Geiger läuft es in Zakopane gut. Bild: AFP

Nach dem unrühmlichen Bischofshofen-Wochenende ist zumindest Karl Geiger stark zurück. Die fehlende Breite und eine Verletzung von Andreas Wellinger machen Bundestrainer Stefan Horngacher aber Sorgen.

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          Karl Geiger zeigte beide Fäuste und brüllte all seine Erleichterung in den Nachthimmel von Zakopane. Mit dem zweiten Platz beim Skisprung-Einzel in Polen hat sich Deutschlands Nummer eins in der absoluten Elite zurückgemeldet. „Karl hat sich super erholt. Heute hat er zwei sehr gute Sprünge gezeigt. Der zweite Platz tut ihm sicher gut“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher. Stärker war am Sonntag nur Marius Lindvik aus Norwegen. Japans Ryoyu Kobayashi schwächelte als Vierter, behielt aber das Trikot des Gesamtführenden.

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          Weniger erfreulich als Geigers Leistungen war die Nachricht, die der Deutsche Skiverband (DSV) bereits am Samstagmorgen verschickt hatte. Olympiasieger Andreas Wellinger ist vorzeitig aus Polen abgereist, weil er bei der Landung nach einem Sprung einen Stich im Knie verspürt hat. „Als Vorsichtsmaßnahme wird er dieses Wochenende nicht an den Start gehen“, hieß es vom Verband über den 26-Jährigen, der seit seinem Kreuzbandriss im Juni 2019 um den sportlichen Anschluss kämpft.

          Für Wellinger, bei dem eine Diagnose zunächst ausstand, kommt der Rückschlag zur Unzeit. Erst in dieser Saison erreichte Wellinger vereinzelt wieder vordere Ränge, ist aber noch weit von den Top-Resultaten früherer Zeiten entfernt. Zudem ging es für den Goldgewinner von 2018 in Zakopane eigentlich um die Qualifikation, die für ihn teamintern keine Selbstverständlichkeit ist.

          Fix für Peking planen kann derweil Markus Eisenbichler, auch wenn er im Einzel am Sonntag mit Rang zehn unter seinen Möglichkeiten blieb. Beim zweiten Platz im Teamwettbewerb war „Eisei“ einer der Garanten und schaffte mit 141,5 Meter einen Fabelflug. „Das war schon cool heute. Wir wissen, dass wir ein gutes Team sind. Wir sind glücklich, dass wir Zweiter geworden sind“, sagte Eisenbichler. Das Teamspringen dürfte trotz Geigers starker Form auch in Peking die größte aller Medaillenchancen sein.

          Dahinter machte auch Team-Weltmeister Severin Freund, der bis Weihnachten noch im Continental Cup gesprungen war, Werbung für sich bei Olympia. Erst war Freund neben Eisenbichler, Geiger und Stephan Leyhe Teil des Podest-Quartetts, dann überzeugte der 33-Jährige auch im Einzel mit Tagesrang 20. Seine direkte Konkurrenz Leyhe (31.), Constantin Schmid (37.) und Pius Paschke (46.) ließ Freund damit deutlich hinter sich. „Die drei haben leider keine guten Sprünge gemacht“, sagte Chefcoach Horngacher im ZDF.

          Bis zu den Winterspielen von Peking warten nun noch zwei Heimspiele in Titisee-Neustadt und Willingen. Horngacher war erleichtert, dass seine Springer die Schlappe von Bischofshofen und das enttäuschende Tournee-Abschneiden hinter sich gelassen haben. „Der zweite Platz hilft uns extrem. Karl hat den Faden wieder gefunden, wie er vom Tisch wegspringen muss. Da können die anderen im Windschatten bei den Topspringern mitgehen“, sagte Horngacher bereits nach dem Teamspringen. Im Einzel war es dann ausschließlich Geiger, der mit der absoluten Weltspitze mithalten konnte.

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