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Fragen um deutsche Läuferin : Das Phantom Konstanze Klosterhalfen

„Was würden Sie die Läuferin Konstanze Klosterhalfen fragen?“ Bei der WM in Doha vor drei Jahren. Bild: AP

Die Leichtathletin Konstanze Klosterhalfen ist schnell, schlagfertig und erfolgreich. Warum aber ist sie vor der Weltmeisterschaft kaum zu sehen?

          6 Min.

          Geistesgegenwart, Schlagfertigkeit und gute Vorbereitung – auch das wird von Topathleten verlangt. Konstanze Klosterhalfen war gerade auf Platz drei der Weltmeisterschaft von Doha 2019 gerannt. So schnell, dass sie mit ihrer Zeit von 14:28,43 Minuten bei allen Weltmeisterschaften zuvor den Titel gewonnen hätte. Seit wenigen Tagen war der Cheftrainer ihrer Laufgruppe, Alberto Salazar, für vier Jahre gesperrt. Sie hatte den Coach im Frühjahr 2019 als „superlieb und lustig“ charakterisiert, doch Salazars Nike Oregon Project, zu dem die deutsche Läuferin ein Jahr zuvor gestoßen war, hatte sich praktisch über Nacht in Luft aufgelöst.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Die 22 Jahre alte Konstanze Klosterhalfen stand nun, durchströmt vom Glück über ihren Erfolg und besorgt, mit den Machenschaften Salazars in Verbindung gebracht zu werden, in den Katakomben des Khalifa International Stadium mehr als einem Dutzend Sportreportern gegenüber. Sie studiere doch Sportpublizistik, um Journalistin zu werden, sagte einer von ihnen: „Was würden Sie die Läuferin Konstanze Klosterhalfen fragen?“

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