FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Leichtathletin Kassanavoid :
Die Hoffnungswerferin schwingt den Hammer

Von
Michael Reinsch, Budapest
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„Es war verboten, unsere Kultur auszuleben, zu tanzen, unsere Sprache zu sprechen“, sagt Kassanavoid.
„Es war verboten, unsere Kultur auszuleben, zu tanzen, unsere Sprache zu sprechen“, sagt Kassanavoid.Imago

Hammerwerferin Janee’ Kassanavoid vertritt bei der Leichtathletik-WM das indigene Volk der Komantschen. Die Silbermedaillengewinnerin will Mut machen – und sagt: „Wir sind immer noch da.“

Ja, es sei eine Ehre, das Trikot der Vereinigten Staaten von Amerika zu tragen, sagt Janee’ Kassana­void. Und formuliert ein Aber: „Ich würde lieber eines der ­Komantsche-Nation tragen.“ Die junge Frau, groß und stark und in diesem Jahr mit 76,36 Meter am Donnerstag Zweite im Hammerwerfen bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Budapest, hatte einige Tage vor ihrem finalen Auftritt so etwas wie einen Schwächeanfall.

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