Handball-WM : Einen Karabatic haben die Deutschen nicht

Die Luft bei der Handball-WM wird dünner, die deutschen Gegner schwerer: Nun beginnt ein neuer Abschnitt im Turnier. Auf einen überragenden Star können die Deutschen dabei nicht setzen.
Didier Dinart ist ein wuchtiger Kerl, aber mit eher sanfter Stimme. Und hinter dem breiten Nacken des französischen Nationaltrainers scheint mitunter ein Schalk zu stecken. Wie jetzt die Integration des neuen Spielers vonstattengehen solle, wurde Dinart am Sonntag bei der Pressekonferenz der Equipe Tricolore gefragt. „Welcher Spieler?“, fragte er zurück, ganz wie die Unschuld vom Lande. Dabei ist dieser neue Mann kein Namenloser, sondern der Star der Handballwelt schlechthin, Nikola Karabatic, dreimaliger Welthandballer und Kapitän der Franzosen. Am Samstag war er in Berlin eingetroffen und hatte sich abends das zweite Gruppenspiel seiner Mannschaft angesehen, das 32:21 gegen Serbien. Und nun steht die große Frage im Raum, wann Karabatic die Trainingsjacke, die er bei dieser Gelegenheit schon einmal trug, gegen das Trikot tauscht. Womöglich, es wäre ja eine ganz gute Gelegenheit, am Dienstag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Handball-WM und im ZDF) gegen die Deutschen? Monsieur Dinart legte den Kopf leicht schief, lächelte sehr unschuldig und verriet – nichts.





