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WM in Ägypten : Jetzt wird es ernst für Deutschlands Handball-Team

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Die Nummer 1a im deutschen Tor: Andreas Wolff Bild: dpa

Nach der Corona-Absage des Spiels gegen Kap Verde geht die WM für die deutschen Handballspieler nun richtig los. Gegen Ungarn steht der erste Härtetest an. Torwart Andreas Wolff ist besonders heiß.

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          Seine große Lust auf das spannungsgeladene Gruppenfinale der deutschen Handballspieler wollte Andreas Wolff auch hinter seinem Mund- und Nasenschutz nicht verbergen. Bei sommerlichen Temperaturen schwor der Torhüter die DHB-Auswahl vor den Pyramiden von Gizeh mit gewohnt markigen Worten auf das richtungsweisende WM-Vorrundenspiel am Dienstag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Handball-WM und im ZDF) gegen Ungarn ein. „In meinen Augen ist das das wichtigste Spiel des gesamten Turniers, weil es die Grundlage für einen möglichen Viertelfinaleinzug bildet“, sagte der 29-Jährige am Montag im Garten des deutschen Teamhotels in Ägypten. „Natürlich ist der Hunger und die Motivation groß. Jetzt geht das Turnier richtig los.“

          Handball-WM 2021

          Nach der coronabedingten Absage des zweiten WM-Spiels gegen Kap Verde geht die deutsche Mannschaft voller Tatendrang in das Duell mit dem EM-Neunten des Vorjahres, das als erster Gradmesser im Turnierverlauf gilt. „Es ist das Endspiel um den Gruppensieg, in dem es um extrem wichtige Punkte geht. Es ist sehr wichtig, diese Punkte mitzunehmen“, sagte Bundestrainer Alfred Gislason.

          Für Rückraumspieler Paul Drux ist es „gefühlt das erste Hauptrundenspiel“, nimmt die DHB-Auswahl das Ergebnis doch mit in die zweite Turnierphase. Auf wen sie dort trifft, ist noch völlig offen. Alle vier Mannschaften aus der Gruppe B – Europameister Spanien, Brasilien, Polen und Tunesien – haben noch Chancen auf das Weiterkommen. „Es scheint eine etwas andere WM werden zu können“, sagte Gislason zum bisherigen Verlauf der Endrunde. „Ich werde aber mit Sicherheit nach nur einem Spiel nicht sagen, dass wir zu den Titelfavoriten zählen.“ Allzu weit in die Ferne wollte der 61 Jahre alte Isländer den Blick ohnehin nicht schweifen lassen. Der volle Fokus gilt dem Ungarn-Spiel. „Das ist eine sehr gute Mannschaft, die kaum Schwächen hat“, warnte Gislason. „Da müssen wir uns weiter steigern.“

          Torhüter im Fokus

          Neben einer disziplinierten und konzentrierten Abwehrleistung wird es auch ganz entscheidend auf die Torhüter ankommen. Während Johannes Bitter schon im Auftaktspiel gegen Uruguay (43:14) eine Halbzeit lang Spielpraxis sammelte, ist es für Wolff der erste Einsatz bei dieser WM. „Ich bin natürlich sehr gespannt darauf, endlich ins Turniergeschehen einzugreifen“, sagte der Keeper vom polnischen Topklub Vive Kielce.

          Nachdem die 1a-Lösung im deutschen Tor beim lockeren Aufgalopp pausiert hatte und das zweite Vorrundenspiel der DHB-Auswahl gegen Kap Verde nach mehreren Coronafällen beim Gegner abgesagt worden war, brennt Wolff auf die Partie. „Ich hoffe, dass wir als Einheit auf dem Spielfeld noch besser zusammenfinden. Der beste Weg, um eine Mannschaft zu schmieden, ist Erfolg. Wenn wir die Spiele gewinnen, dann wird das Teamfeeling automatisch besser, und darauf setzen wir natürlich“, sagte er und fügte zuversichtlich hinzu: „Ich denke, dass wir eine sehr starke Mannschaft haben, die Ungarn einen sehr, sehr starken Fight liefern wird und kann. Und ich hoffe, dass das bessere Ende dann auf unserer Seite ist.“

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