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32:24 gegen Tschechien : Deutschland überzeugt mit Schlussspurt bei WM-Test

  • Aktualisiert am

Die Fäuste geballt: Bundestrainer Christian Prokop war stellenweise zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft. Bild: dpa

Bei der vorletzten Probe vor der anstehenden Handball-WM in Deutschland und Dänemark hat die DHB-Auswahl eine durchwachsene Vorstellung gezeigt. Beim Erfolg über Tschechien half eine gute zweite Hälfte.

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          Die deutschen Handballer versammelten sich nach ihrem starken Schlussspurt beim lange durchwachsenen WM-Test gegen Tschechien im Mittelkreis und genossen den warmen Applaus des Publikums. Trotz einiger Schwächephasen setzte sich die DHB-Auswahl im Testspiel gegen den EM-Sechsten am Freitag in Hannover mit 32:24 (17:13) durch. „Wir haben wichtige Erkenntnisse gesammelt. Vor allem, dass wir uns gemeinsam aus Schwächephasen ziehen“, sagte Bundestrainer Christian Prokop. „Das haben wir in der Schlussviertelstunde eindrucksvoll gezeigt.“

          Spielplan der Handball-WM 2019 in Deutschland und Dänemark

          Gegen die international höchstens zweitklassigen Gäste war Kapitän Uwe Gensheimer mit zehn Treffern bester Werfer der Prokop-Truppe, die vor 9967 Zuschauern über weite Strecken nervös agierte. „Wir hatten in der ersten Halbzeit einige Abstimmungsprobleme“, räumte Gensheimer ein. „Aber wir haben Potenzial und arbeiten an den Kleinigkeiten. Es hat jedenfalls Mega-Spaß gemacht.“

          Am Sonntag (14.00 Uhr/zdfsport.de) bestreitet die DHB-Auswahl in Kiel gegen Argentinien die WM-Generalprobe. Das WM-Eröffnungsspiel findet vier Tage später in Berlin gegen Korea statt. „Wir haben für die WM sicher noch Steigerungspotenzial“, befand Kreisläufer Patrick Wiencek.

          Hoch in der Luft und an der gegnerischen Abwehr vorbei: Deutschlands Steffen Fäth (Mitte) kommt gegen Tschechiens Pavel Horak zum Torwurf.
          Hoch in der Luft und an der gegnerischen Abwehr vorbei: Deutschlands Steffen Fäth (Mitte) kommt gegen Tschechiens Pavel Horak zum Torwurf. : Bild: dpa

          Zwei Spieler wird Prokop bis Sonntag noch aus seinem aktuell 18-köpfigen Aufgebot streichen. Empfehlungsschreiben für ein WM-Ticket gaben gegen die nicht für die WM qualifizierten Tschechen aber nur wenige ab. Vor allem der über weite Strecken schwache Auftritt der deutschen Defensive überraschte. Lediglich Torhüter Andreas Wolff präsentierte sich in den Anfangsminuten stark, musste später nach einigen leichten Gegentreffern aber seinen Platz für Silvio Heinevetter räumen. „Das Zusammenspiel Torhüter-Abwehrblock hat in einigen Situationen nicht funktioniert“, befand Prokop.

          Der Bundestrainer versuchte den Auftritt des Europameisters von 2016 zwar mit allerlei Gestik und Mimik zu korrigieren. Souverän agierte seine Mannschaft aber erst in der Endphase, als der Vorsprung gegen nachlassende Tschechen kontinuierlich ausgebaut wurde.

          In der ersten Hälfte hatte sich das Offensivspiel der Gastgeber mit der Hereinnahme von Kreisläufer Jannik Kohlbacher verbessert. Bis zur Pause erspielten sich die Deutschen so einen Vier-Tore-Vorsprung, der später zwischenzeitlich aber wieder auf ein Tor schmolz. Zu den besten Akteuren zählten neben Gensheimer und Kohlbacher vor allem der im zweiten Durchgang auftrumpfende Heinevetter.

          Die beiden Wackelkandidaten Tim Suton und Franz Semper konnten sich dagegen nicht für ein WM-Ticket empfehlen. Beide kamen lediglich in der zweiten Halbzeit zu Kurzeinsätzen, in denen sie keine besonderen Akzente setzten. Etwas Stabilität gewann das deutsche Spiel erst in den letzten zehn Minuten, als die Tschechen abbauten und Heinevetter immer stärker wurde.

          Angestachelt von den Paraden des Keepers der Füchse Berlin gab das Publikum in der Arena der deutschen Mannschaft einen ersten Vorgeschmack auf die Stimmung in den Hallen während der Heim-WM. Kapitän Gensheimer verwandelte nun auch die leichteren Würfe, auch der Rückraum um den routinierten Steffen Weinhold steigerte sich etwas.

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