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DFB-Pokal in Duisburg : „Das ist alles Sch...“: Ärger vor Dortmund-Spiel

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„So ein Los, dann vermutlich weiter ohne unsere Fans oder wenn überhaupt nur mit einem kleinen Teil – das ist alles Sch...“: Torsten Lieberknecht Bild: dpa

Die nächste Fußball-Saison in der Corona-Krise rückt näher und die Debatte um die Rückkehr von Zuschauern ins Stadion wird emotional geführt. In Duisburg ist der Frust über die Lage besonders groß.

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          Frust pur bei Trainer Torsten Lieberknecht vom Fußball-Drittligaverein MSV Duisburg über das Pottduell gegen Borussia Dortmund im DFB-Pokal: „So ein Los, dann vermutlich weiter ohne unsere Fans oder wenn überhaupt nur mit einem kleinen Teil – das ist alles Sch...“, wurde Lieberknecht auf der MSV-Homepage zitiert: „Sportlich brauchen wir über Borussia Dortmund nicht rätseln. Die stehen ganz weit oben im Who is Who des internationalen Top-Fußballs.“ MSV-Sportdirektor Ivo Grlic ergänzte: „Das ist ganz einfach gesagt: Denn schwerer geht‘s nicht. Ich hoffe, dass bei diesem Top-Gegner zumindest ein Teil Fans dann wieder in die Schauinsland-Reisen-Arena darf.“

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          Das einzige Aufeinandertreffen im DFB-Pokal gewannen allerdings die Zebras. Im Halbfinale der Saison 1974/75 erzielte MSV-Ikone Bernard „Ennatz“ Dietz in der Verlängerung den 2:1-Siegtreffer. Gespielt werden die Partien in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals zwischen dem 11. und 14. September. Am Sonntag waren die Begegnungen von DFB-Präsident Fritz Keller und der stellvertretenden Generalsekretärin Heike Ullrich ausgelost worden.

          Die Corona-Pandemie treibt mitunter extrem seltsame Blüten. Im Kampf um die Rückkehr zur Normalität vereinen sich derzeit nämlich sogar verhasste Fanlager – weil sie einer Teil-Öffnung der Tribünen rein gar nichts abgewinnen können. Anhänger der Erzrivalen Dortmund und Schalke 04 also plötzlich einer Meinung? In diesen besonderen Zeiten ist das tatsächlich der Fall.

          „Stadionbesuche erst dann wieder möglich machen, wenn alle ins Stadion dürfen“, lautete die am Sonntag auf Facebook verbreitete Botschaft des Schalker Fanklub Verbands. Ein Aufruf zum Boykott der am 18. September startenden Saison in der Fußball-Bundesliga sei dies zwar nicht, aber die Forderung solle nicht nur auf Schalke gelten: „Wünschenswert wäre, wenn die DFL hier einen einheitlichen Beschluss fassen würde.“

          Den wird es in dieser Form allerdings nicht geben – selbst wenn auch in BVB-Kreisen oder von anderen Fangruppierungen eine ähnliche Haltung eingenommen wird. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte an die Klubs zwar einen Leitfaden verschickt, Pläne für die gesamte Auslastung der Stadien sind dort angesichts der angespannten Corona-Situation verständlicherweise aber nicht beschrieben.

          Der Leitfaden enthält in etwa exemplarische Sitzplatzmodelle für bis zu 50 Prozent Auslastung, auch eine Modellrechnung für eine 12,5-prozentige Stehplatzauslastung findet sich. Eine realistische Gesamtkapazität richte sich demnach an der „Anzahl an Personen, die mit dem vorhandenen Platz und in der verfügbaren Zeit unter Einhaltung eines Mindestabstands bewältigt werden kann“. Das bedeutet auch, dass weder die Nordkurve auf Schalke noch die Gelbe Wand in Dortmund rappelvoll werden.

          „Die aktive Fanszene wird dann wohl nicht ins Stadion gehen“, hatte zuletzt Thilo Danielsmeyer, Leiter des Dortmunder Fanprojektes, gegenüber „Reviersport“ gesagt: „Diese Fans sagen ganz klar: Entweder alle oder keiner.“ Die meisten befürchten schließlich, dass unter den kolportierten Bedingungen das Stadionerlebnis nicht als solches empfunden werden kann. Wenn plötzlich die Fangruppe, die seit Jahren gemeinsam zu Spielen pilgert, getrennt wird.

          Wenn der langjährige Dauerkarteninhaber nicht auf seinem angestammten Platz stehen oder sitzen darf. Oder wenn man sich nach einem Treffer nicht leidenschaftlich in den Armen liegen kann. Schon der Zusammenschluss „Unser Fußball“, dessen Initiative Stand Montag von rund 2400 Fanklubs sowie mehr als 13.000 Einzelpersonen unterstützt wird, hatte auf die Bedeutung der Anhänger hingewiesen. Diese müssten als „elementarer Bestandteil des Fußballs anerkannt werden“, schließlich lebe der Fußball „von einer vielfältigen Fankultur im Stadion“.

          Dabei ist die Anzahl an möglichen Zuschauern innerhalb der Fanlager längst nicht der einzige Aspekt, der für Unverständnis sorgt. Auch die Personalisierung der Tickets missfällt sowohl schwarz-gelben als auch königsblauen Anhängern. „Jedem sollte bewusst sein“, hieß es in der Mitteilung des Schalker Fanklub Verbands, „dass ein Besuch in unserer Donnerhalle nur mit vielen Auflagen verbunden sein wird“. Ob man deshalb aber gleich ganz verzichten muss?

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