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1:0 in Wolfsberg : Tuchels Dortmunder sind nur eine Halbzeit souverän

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Die meiste Zeit alles im Griff: BVB-Stürmer Aubameyang (l.) im Duell mit Michael Sollbauer Bild: dpa

Da ist noch Luft nach oben: Beim Wolfsberger AC spielt der BVB nur zu Beginn wie ein Europa-League-Aspirant. Weil kurz vor Schluss der neue Torhüter Bürki auf der Linie pariert, halten die Dortmunder den knappen Vorsprung.

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          Trainer Thomas Tuchel hat bei Borussia Dortmund einen erfolgreichen Einstand gefeiert. In seinem ersten Pflichtspiel an neuer Wirkungsstätte gelang seinem Team in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League ein 1:0 (1:0) beim Wolfsberger AC. Vor 30.250 Zuschauern im ausverkauften Wörthersee Stadion von Klagenfurt kam der Fußball-Bundesligist dank des Treffers von Jonas Hofman (14. Minute) zu einem insgesamt verdienten Sieg, musste aber in der hektischen Schlussphase bange Minuten überstehen. Damit geht der Favorit mit besten Aussichten auf die Playoffs in das Rückspiel in einer Woche vor heimischer Kulisse.

          „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte Tuchel im TV-Sender Sport1. „Ich hoffe, dass ich das Vertrauen des Trainers gerechtfertigen konnte“, sagte Matchwinner Hofman, „das 1:0 ist eine gute Ausgangsposition.“ Doch der Einbruch in der Schlussphase gab allen Beteiligten zu denken. „Es ist noch einmal verdammt knapp geworden. Wir können von Glück sprechen, dass wir nicht noch den Ausgleich kassiert haben“, klagte Nationalspieler Ilkay Gündogan.

          Aubameyang gratuliert Jonas Hoffmann (r.) zum 1:0 Bilderstrecke

          Nach insgesamt sieben Testspielen mit starker personeller Fluktuation fiel dem Klopp-Nachfolger die Auswahl seiner Stammelf schwer. Im Tor setzte er auf Roman Bürki. Der Neuzugang aus Freiburg erhielt den Vorzug vor Roman Weidenfeller, der laut Tuchel allerdings im zweiten Duell mit Wolfsberg zum Einsatz kommen soll.

          Im Mittelfeld schenkte der Fußball-Lehrer Neuzugang Julian Weigl und Rückkehrer Jonas Hofmann das Vertrauen – zum Leidwesen der Reservisten Gonzalo Castro und Shinji Kagawa. Die mutige Aufstellung von Tuchel machte sich bezahlt. Ausgerechnet Hofmann, für viele die größte Überraschung in der Startelf, sorgte für die ersehnte frühe Führung.

          Nach Zuspiel von Henrich Mchitarjan hatte der aus Mainz zurückgekehrte Mittelfeldspieler keine Mühe, den Ball aus sieben Meter ins Tor zu schießen. Dieser Treffer gab den bereits zuvor drückend überlegenen Dortmundern zusätzliche Sicherheit. Allerdings schlugen sie aus dem großen Plus beim Ballbesitz zu wenig Kapital. Einzig Mchitarjan war bei einem Schuss von der Außenposition (29.) dem 2:0 nahe.

          Zu den positiven Aspekten der ersten Halbzeit gehörte, dass die BVB-Defensive sattelfest wirkte. Alle Konter der Österreicher verpufften wirkungslos. Bürki erhielt zunächst kaum eine Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Auch nach Wiederanpfiff dominierte zunächst die Borussia. So bot sich in der 50. Minute für Hofman die Chance auf seinen zweiten Treffer. Der agile Rechtsaußen scheiterte aber mit einem Schuss aus zehn Metern an Wolfsberg-Keeper Alexander Kofler.

          Doch mit zunehmender Spielzeit verlor der BVB mehr und mehr seinen Rhythmus. Das ermutigte die Wolfsberger zu einer offensiveren Gangart. Nur mit viel Glück blieb dem Gast der Ausgleich erspart, als Thomas Zündel (62.) den Ball frei stehend aus kurzer Distanz über das Tor schoss. Diese Chance war der Auftakt zu einer Schlussoffensive der Österreicher. Wieder und wieder stand Bürki im Mittelpunkt und musste in höchster Not retten. Doch mit viel Glück und Geschick rettete der BVB den Sieg über die Zeit.

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