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Start in EM-Qualifikation : Deutsche Fußballfrauen siegen 12:0

  • Aktualisiert am

Erfolgreicher Start auf dem Weg zur EM: Deutschland siegt 12:0. Bild: dpa

Nach WM-Platz vier in Kanada im Sommer starten die Fußballfrauen mit einem Schützenfest in die Saison. In der EM-Qualifikation gibt es gegen Ungarn gleich ein Dutzend Tore.

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          Die deutschen Fußball-Frauen haben mit einem Torfestival die Missionen Europameisterschafts-Qualifikation und Olympia-Vorbereitung begonnen. Am Freitag war in Halle/Saale Ungarn das bedauernswerte Team, bei dem sich die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid mit einem 12:0 (7:0) den letzten WM-Frust von der Seele schoss.

          Vor 4378 Zuschauern trafen Alexandra Popp (7.), Leonie Maier (9.), Tabea Kemme (15.), Melanie Behringer (19./Foulelfmeter), Pauline Bremer (28.) und Lena Goeßling (33./39.) vor der Pause für den Titelverteidiger. Nach dem Wechsel legten Simone Laudehr (63.), abermals Popp (66.) und Bremer (70., 84.) sowie Melanie Leupolz (72.) nach.

          „Von der Papierform her wird es ein leichtes Spiel. Aber die Ungarinnen werden sich zerreißen“, hatte Neid vor dem Spiel gewarnt und höchste Konzentration gefordert. Das setzte die von der neuen Spielführerin Saskia Bartusiak gelenkte Auswahl von Beginn an um und kam zu schnellen Treffern, die Sicherheit in den Kombinationen und vor allem Ruhe brachten.

          Die überforderten Ungarinnen, 40. der Weltrangliste und vor 24 Jahren letztmals Gegner einer deutschen Mannschaft, hatten nach zehn Minuten jegliche Hoffnungen auf ein achtbares Resultat aufgegeben und verlegten sich mit acht Spielerinnen vor dem eigenen Strafraum darauf, nicht die höchste Niederlage ihrer Länderspielgeschichte zu kassieren. Gegen England hieß es vor zehn Jahren einmal 0:13.

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          Weil die DFB-Frauen, die in der EM-Quali-Gruppe 5 noch gegen Kroatien, Russland und die Türkei antreten müssen, auch die zweite Neid-Forderung nach mehr Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss konsequent umsetzten, schien dieses Unterfangen bis zur Pause mehr als fraglich. In der Halbzeit wechselte die Bundestrainerin auch im Hinblick auf das bereits am Dienstag in Zagreb anstehende Spiel gegen die Kroatinnen, die ihr erstes Spiel gegen die Türkei 4:1 gewannen, gleich dreimal aus. Doch diese Maßnahme erwies sich zunächst nicht als gewinnbringend. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr wurden Fehler gemacht, die den Gästen zwei hochkarätige Chancen eröffneten.

          Bei der besten Möglichkeit verzog allerdings die beim Berliner Zweitligaverein 1. FC Lübars spielende Viktoria Szabó völlig frei vor DFB-Torhüterin Almuth Schult. Erst das 8:0 durch Simone Laudehr löste die Fesseln wieder. Danach rollte der Ball wie im Training durch die deutschen Reihen. Die weiteren Tore waren nur eine Frage der Zeit.

          Eine lockere Sache: Melanie Behringer trifft per Elfmeter.

          „Wir wollten von Anfang an gegen den Ball agieren. Es hat uns gut getan, dass wir nach 16 Minuten mit 3:0 geführt haben. Wir haben sehr gut in die Tiefe gespielt und ein gutes Passfenster gehabt“, meinte Neid und lobte ihr junges Team: „Insgesamt war es sehr ordentlich. Wir wollten von allen Positionen torgefährlich werden, das haben die Spielerinnen sehr gut umgesetzt.“

          „Es hat richtig Spaß gemacht. Wir haben eine gute Teamleistung abgeliefert, alle wollten zu jedem Zeitpunkt immer den Ball haben“, sagte die dreifache Torschützin Bremer. Wie sie erzielte Kemme ihr erstes Länderspieltor für die Frauen-DFB-Elf. „Wir waren sehr effektiv. Wir hatten vorher schon analysiert, dass wir gerade über außen viele Räume bekommen werden, das haben wir genutzt“, sagte Kemme. Die weiteren Tore waren nur eine Frage der Zeit, auch weil Neid erkannte, dass ihr Team „sehr viel Lust, sehr viel Spielfreude“ an den Tag legte.

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