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Wagner-Wechsel nach China : Der auf die Pauke haut

  • -Aktualisiert am

Schelmischer Blick: Sandro Wagner ist ein Fußball-Profi mit einem speziellen Charakter und einem speziellen Werdegang. Bild: AFP

Sandro Wagner ist ein spezieller Typ. Als Mensch – aber auch als Sportler. Der ehemalige Nationalspieler wechselt nun vom FC Bayern München nach China. Dass es überhaupt dazu kommen konnte, ist ein Fußball-Wunder. Ein Kommentar

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          Sandro Wagner wechselt nach China zu Tianjin Teda. Fünf Millionen Ablöse bekommen die Bayern, die für den Stoßstürmer – selten passte das Wort so gut wie für ihn – vor einem Jahr zwölf Millionen an die 1899 Hoffenheim gezahlt haben. Zwischen zehn und fünfzehn Millionen soll Wagner in den kommenden beiden Jahren in China verdienen. Da sage noch mal einer was gegen die Globalisierung. Wunderbare Sache, zumindest für Wagner. Da kann man auch sehen, dass Talent nicht alles ist im Fußball. Sagen wir mal so: Von den 90 Kilo, die der 1,94-Meter-Mann Wagner auf die Waage bringt, sind zehn Kilo verschüttetes Talent, und die restlichen 80 Kilo reines Selbstbewusstsein. Was sich damit erreichen lässt: erstaunlich.

          Im Sommer 2015, gerade einmal dreieinhalb Jahre ist es her, da war Wagner bei Hertha BSC aussortiert, zu schlecht, zu arrogant. Auf Wiedersehen. Weil sie beim SV Darmstadt 98 damals auf der Resterampe der Liga niemand anderen fanden, der halbwegs unfallfrei einen Ball stoppen konnte, gaben sie ihm einen Zweijahresvertrag. Was folgte, war Wunder Nummer 1.

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