Darmstadt-Präsident Fritsch : „Die Spielergehälter sind aus dem Ruder gelaufen“

Rüdiger Fritsch, Präsident des SV Darmstadt 98, spricht im F.A.Z.-Interview über die Bezahlung von Fußballprofis, einen möglichen Verhaltenskodex, Logen im Stadion und persönliche Lektionen aus der Pandemie.
Die Entschleunigung, die sich durch die Umstände zwangsläufig bei fast jedem eingestellt hat, hat sich auf mein Privatleben positiv ausgewirkt. Ich bin ein bisschen ruhiger geworden und habe Dinge gemacht, für die ich jahrelang keine Zeit hatte oder bei denen ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, sie zu tun. Ich habe seit langem mal wieder Schach gespielt. Und ich war wandern im Taunus, Odenwald und Spessart. Dabei habe ich Dinge reflektieren können und über Sachen nachgedacht, für die in der Hektik des Alltagsgeschäfts sonst keine Zeit geblieben ist. Als Vereinspräsident musste ich mich durch die Kontaktverbote zu Menschen, mit denen ich vorher ständig im Austausch stand, an neue Arbeitsprozesse gewöhnen. Es war eine anstrengende Zeit, die eine gewisse Flexibilität und ein gewisses Improvisieren bedingt hat.





