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Gladbacher Niederlagenserie : Rose denkt nicht an Rücktritt

  • Aktualisiert am

Marco Rose will weitermachen: „Wir brauchen Ergebnisse, und die bleiben schon seit ein paar Wochen aus." Bild: Reuters

Er könne die Frage nach einem Rücktritt „nachvollziehen“, meint Trainer Marco Rose, denke aber trotz der Gladbacher Niederlagenserie seit seiner Wechselankündigung nach Dortmund nicht dran.

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          Der am Saisonende scheidende Trainer Marco Rose denkt bei Borussia Mönchengladbach auch nach der nächsten bitteren Niederlage in der Fußball-Bundesliga nicht ans Aufgeben. „Nein“, sagte Rose am Freitagabend nach dem 1:3 beim FC Augsburg. Er könne die Frage nach einem Rücktritt aber „nachvollziehen“, sagte der 46-Jährige, weil er mit seiner Mannschaft seit der Ankündigung seines Wechsels im Sommer zu Borussia Dortmund keine positiven Ergebnisse mehr geliefert habe.

          Bundesliga

          „Wir brauchen Ergebnisse, und die bleiben schon seit ein paar Wochen aus." Der letzte Sieg in der Bundesliga gelang den Gladbachern am 22. Januar ausgerechnet beim 4:2 gegen Roses künftigen Klub. Beim 1:3 in Augsburg setzte es nun wettbewerbsübergreifend die sechste Pflichtspielniederlage nacheinander in der achten Partie ohne Sieg. In der Bundesliga unterlagen die Borussen zuvor 1:2 gegen Mainz 05 1:2, trotz 2:0-Führung noch 2:3 bei RB Leipzig sowie 0:1 gegen Bayer Leverkusen. Dazu kam das Aus im DFB-Pokal gegen den BVB (0:1) und die 0:2-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel der Champions-League gegen Manchester City.

          Der Absturz scheint nicht zu stoppen, der Trainer als Fallschirm nicht zu taugen, auch wenn er behauptete, dass die jüngsten Leistungen seiner Mannschaft für das Gegenteil sprächen: Sie zeigten, „wie wir zusammenarbeiten und zusammenstehen“. Er sieht das Arbeitsverhältnis zu seinen Spielern als intakt an. „Wir müssen dran bleiben und das Glück erzwingen“, sagte er.

          Wobei die Niederlage beim biederen FC Augsburg angesichts des Spielverlaufs völlig unnötig war: Die Borussia war die bessere Mannschaft, erspielte sich zahlreiche Großchancen, vergab dann aber einen Elfmeter durch Lars Stindl (38.) und ließ sich vor und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Florian Neuhaus (68.) von Ruben Vargas (51.), Marco Richter (76.) und Andre Hahn (89.) dreimal bös überrumpeln. „Wir dürfen nicht aufstecken und müssen weitermachen“, sagte der untröstliche Kapitän Stindl, der beim Elfmeter den großartigen Augsburger Torhüter Rafal Ginkiewicz verlud, den Ball aber weit am linken Pfosten vorbeischoss.

          Am Spielfeldrand blickte nicht nur Rose konsterniert drein. „Die Jungs“, berichtete er nachher bei DAZN, hätten im Verlauf der Woche festgestellt, „dass uns eine gewisse Lockerheit fehlt“. Sie kehrte auch in Augsburg nicht zurück. Das Frustrierende für Rose: Es sah zumeist richtig gut aus, was seine Mannschaft zeigte, „der Aufwand und die Idee dahinter stimmen“, betonte Neuhaus.

          Nächster Gegner der Borussia ist am kommenden Dienstag in der Champions League in Budapest Manchester City (20.45 im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Sky). Ein Spiel, das Rose offensichtlich nicht in den Kram passt. Es werde „nicht einfach, weil wir momentan andere Themen haben“, sagte er und betonte: „Wir sollten keine Wunderdinge erwarten. Trotzdem fahren wir da hin, um ein gutes Spiel zu machen.“

          Wichtig, ergänzte Rose, sei für seine Mannschaft nun aber vor allem das Spiel am kommenden Samstag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) beim Tabellenletzten Schalke 04.

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