https://www.faz.net/-gtm-91fbx

Unentschieden gegen Freiburg : Das Team macht’s gegen Dortmund

  • -Aktualisiert am

Freiburgs Ravet sieht die rote Karte nach einem Foul an Marcel Schmelzer. Bild: Picture-Alliance

Borussia Dortmund kann die Erfolgsserie in Freiburg nicht fortsetzen. Der SC Freiburg erkämpft sich in Unterzahl ein 0:0 – auch der Videobeweis kommt zum Einsatz.

          1 Min.

          Mit Beifall hatte das Freiburger Publikum die beiden aus dem Breisgau nach Dortmund abgewanderten Maximilian Phillipp und Roman Bürki begrüßt. Nach dem Spiel galten die Sprechchöre im ausverkauften Schwarzwald-Stadion aber nur noch jenen die Spielern, die sich soeben mit einer couragierten Leistung das 0:0 gegen Borussia Dortmund erkämpft hatten.

          Und der Jubel war groß, das ganze Stadion erhob sich. Es war der erste Freiburger Punktgewinn gegen den BVB seit Mai 2010. Zuvor hatte es gegen den Angstgegner zwölf – meist sehr deutliche – Niederlagen in Serie gegeben. Eine Blockade in den Köpfen der Freiburger Spieler war trotz dieser Negativserie nicht zu erkennen. Im Gegenteil: Die Mannschaft von Trainer Christian Streich gefiel sich in der Rolle des Außenseiters, sie war giftiger in den Zweikämpfen und wirkte mit zunehmender Spielzeit umso entschlossener, dem enttäuschenden Favoriten ein Bein zu stellen.

          Weil die Freiburger nicht nur tief, sondern auch äußerst geschickt verteidigten, erspielte sich der BVB im ersten Durchgang nicht eine nennenswerte Torchance. Freiburg lauerte darauf, über wenig Stationen vor das gegnerische Tor zu gelangen. Schon in der sechsten Spielminute wäre dieser Matchplan beinahe aufgegangen, als der BVB sich einen Fehler im Aufbauspiel leistete.

          Freiburgs Ravet sieht die rote Karte nach einem Foul an Marcel Schmelzer. Bilderstrecke
          Freiburgs Ravet sieht die rote Karte nach einem Foul an Marcel Schmelzer. :

          Handlungsschnell steckte Janik Haberer in einer Überzahlsituation auf den in die Tiefe gestarteten Tim Kleindienst durch, dessen Abschluss aber zu zentral auf BVB-Torwart Bürki kam. Auch nach dem Platzverweis von Yoric Ravet änderte sich wenig (30.). Der Freiburger Mittelfeldspieler stieg dem gerade erst von einer Sprunggelenksverletzung genesenen Marcel Schmelzer auf den Knöchel. Schiedsrichter Benjamin Cortus entschied zunächst auf Gelb, wurde dann aber von Videoassistent Günter Perl berichtigt. Ravet musste mit Rot vom Platz, auch für Schmelzer ging es nicht weiter.

          Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte lupfte Götze, dem ansonsten wenig gelang, auf den in den Freiburger Strafraum hineingelaufenen Pulisic, dessen Direktabnahme SC-Torwart Schwolow aber glänzend parieren konnte (46.). Der BVB kombinierte ohne Tempo und Spielwitz vor dem Freiburger Strafraum, fand in seinem Spiel aber keine Tiefe.

          Weitere Themen

          Leipzig bleibt den Bayern im Nacken

          3:0 in Freiburg : Leipzig bleibt den Bayern im Nacken

          Vor kurzem noch schien der Kampf um den Meistertitel vorentschieden. Doch nun ist alles wieder offen. Leipzig siegt klar in Freiburg und macht es an der Spitze der Bundesliga spannend.

          „Hanna, lauf einfach!“

          Leichtathletin Klein bei EM : „Hanna, lauf einfach!“

          Die zwei deutschen Leichtathleten mit ihren Silbermedaillen bei der Hallen-EM sind nicht ganz glücklich. Läuferin Hanna Klein indes wird nach einem wilden Rennen Dritte – und hat Tränen in den Augen.

          Topmeldungen

          Der Afroamerikaner Jaques DeGraff lässt sich im Februar in New York gegen das Corona-Virus impfen.

          Impfung gegen Corona : Die alte Angst der Afroamerikaner

          In den Vereinigten Staaten lassen sich deutlich weniger Afroamerikaner impfen als Weiße. Das liegt auch an Erfahrungen, die Schwarze mit Gesundheitsbehörden gemacht haben. Viele kennen noch das Verbrechen von „Tuskegee“.
          Chinesische Soldaten in Peking

          Rüstung : Verteidigungsministerium warnt vor Bedrohung durch China

          Zwei Millionen Soldaten, rund 6850 Kampfpanzer und die weltweit größten konventionellen Raketenpotentiale: Mit seinem Militär versuche China, die internationale Ordnung entlang eigener Interessen zu ändern, warnt das Verteidigungsministerium. Auch Russland bleibe eine Gefahr.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.