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1:1 gegen Stuttgart : Schalke verpasst Sprung nach oben

  • -Aktualisiert am

Der Ur-Dortmunder und Neu-Stuttgarter Großkreutz (links) bringt Schalkes Sané aus dem Tritt. Bild: AFP

Die Manager-Frage ist geklärt, die volle Punktzahl nimmt Schalke aber nicht mit. Nach dem „Ja“ zu Heidel verdirbt der Stuttgarter Harnik die königsblaue Laune auf dem Rasen.

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          Als der FC Schalke 04 sein Heimspiel gegen den VfB bestritt, war Christian Heidel vermutlich längst wieder zu Hause. Der Manager des FSV Mainz 05 hatte sich am Vormittag dem Aufsichtsrat des FC Schalke 04 vorgestellt. Daraufhin beschloss das Kontrollgremium des Reviervereins ohne Gegenstimme, Heidel einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 anzubieten.

          Der Wunschkandidat des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies soll den aktuellen Manager Horst Heldt mit Beginn des kommenden Geschäftsjahres als „Vorstand Sport und Kommunikation“ ablösen. Heidel scheint auch die Skeptiker überzeugt zu haben, von denen es heißt, sie würden Tönnies mit einer gewissen Distanz gegenüberstehen.

          Der designierte Schalke-Manager jedenfalls zeigte sich nach der Zusammenkunft in der westfälischen Ortschaft Werl zufrieden. „Ich habe die Antworten bekommen, die ich mir gewünscht habe“, sagte er vor der Heimreise.

          Das 1:0 – Belhanda trifft und hebt ab für Schalke. Bilderstrecke

          Kaum war ein wesentliches Stück Zukunft geregelt, konzentrierte sich das Interesse wieder auf die harte Gegenwart in der Arena. Dort durfte Heldt zwar erfreut beobachten, wie sein Wintereinkauf Younes Belhanda Schalke mit dem Führungstreffer zunächst auf den richtigen Weg brachte.

          Doch Belhandas Tor aus der vierzehnten Minute reichte nicht, um die selbstbewussten Schwaben zu besiegen. Der VfB ließ nie locker, zeigte Geduld und kam dank Martin Harniks Tor zum gerechten 1:1 (74.). Schalke verpasste die Chance, mit einem Sieg nach Punkten mit dem Bundesliga-Dritten Hertha BSC Berlin gleichzuziehen.

          Stuttgart war, gestärkt durch eine Serie von fünf Siegen, angetreten. Erschwerend kam hinzu, dass die Königsblauen ohne Max Meyer auskommen mussten, den eine Mandelentzündung außer Gefecht gesetzt hatte. Zudem verzichtete Schalkes Cheftrainer André Breitenreiter zunächst auf Leroy Sané, den Himmelsstürmer, der zuletzt ein wenig an Effektivität eingebüßt hatte.

          Dafür kehrte Kapitän Klaas Jan Huntelaar, jüngst gegen Donezk nur Ersatz, in die Startelf zurück; den zweiten freien Platz ergatterte Alessandro Schöpf, der als Einwechselspieler schon überzeugt hatte. Schöpf führte und fügte sich sofort gut ein. Sein eigener Versuch wurde noch abgewehrt, aber im Nachschuss war der zweite Wintereinkauf des FC Schalke zur Stelle: Belhanda beförderte den Ball mit dem Kopf ins Netz und schlug als Zugabe ein Rad.

          Die Stuttgarter ließen sich jedoch nicht beeindrucken, sondern arbeiteten auf den Ausgleich hin, wussten ihre Chancen zunächst aber nicht zu nutzen. Mitte der ersten Hälfte war auch Sané wieder dort, wo die Fans ihn sehen wollen: auf dem Rasen, eingewechselt für den verletzten Coupo-Moting. Aber er vermochte das Spiel der Heimelf nicht zu beflügeln.

          Stuttgart wirkte zielstrebig auf den Ausgleich hin und erzielte ihn schließlich auch. Nachdem Torhüter Ralf Fährmann einen Kopfball von Gentner noch hatte abwehren können, hatte der kurz zuvor eingewechselte Harnik keine Mühe, den Abpraller aus kurzer Entfernung zum Ausgleich zu verwerten. Kurz vor Schluss verpasste Joël Matip mit einem Kopfball knapp den Siegtreffer für Schalke.

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