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WM-Nominierung der anderen : Choupo-Moting führt Kameruns Kader an

  • Aktualisiert am

Tragende Figur bei den Bayern und Kamerun: Eric Maxim Choupo-Moting Bild: dpa

Sieben Bundesliga-Profis stehen im Aufgebot der Schweiz, alleine vier Bayern-Spieler in dem der Équipe Tricolore. Bei der WM spielen viele der üblichen Verdächtigen. Doch es gibt auch einige Überraschungen.

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          Kamerun setzt bei der Fußball-WM auf Bayern-Torjäger Eric Maxim Choupo-Moting. Der 33 Jahre alte Angreifer steht im 26-köpfigen Aufgebot der Afrikaner für die Weltmeisterschaft in Qatar (20. November bis 18. Dezember), wie der Nationalverband bekannt gab.

          Mit einer Serie von Toren zeigte sich Choupo-Moting zuletzt in starker Form und ist daher neben Mittelfeldspieler André-Frank Zambo-Anguissa (26) vom SSC Neapel einer der Hoffnungsträger Kameruns für das WM-Turnier. Ebenfalls in den Kader von Trainer Rigobert Song schaffte es Mittelfeldspieler Gaël Ondoua vom Zweitligaklub Hannover 96. „Das ist einfach sensationell“, freute sich 96-Trainer Stefan Leitl zu Ondouas Nominierung.

          Sieben Bundesliga-Spieler für die Schweiz

          Gleich mit sieben Bundesliga-Spielern geht die Schweiz in das Abenteuer Fußball-WM. Mit dabei ist auch der derzeit verletzte Torhüter Yann Sommer und sein Teamkollege Nico Elvedi von Borussia Mönchengladbach. Dies teilte Trainer Murat Yakin am Mittwoch bei der Präsentation seines 26-köpfigen Kaders mit.

          Zum Aufgebot gehören außerdem die beiden Mainzer Edimilson Fernandes und Silvan Widmer, der Frankfurter Djibril Sow sowie Gregor Kobel von Borussia Dortmund und Ruben Vargas (FC Augsburg). Angeführt wird die Mannschaft vom ehemaligen Bayern-Spieler Xherdan Shakiri (FC Chicago Fire), der schon sein sechstes großes Turnier für die Schweiz bestreiten wird.

          Bellingham dabei, Sancho nicht

          Borussia Dortmunds Fußballstar Jude Bellingham bildet das Herzstück des englischen Aufgebots. Das gab Nationalcoach Gareth Southgate am Donnerstag bekannt. Der 19 Jahre junge Bellingham soll im zentralen Mittelfeld eine wichtige Rolle spielen. 

          Nicht zum Aufgebot zählt dagegen der ehemalige Dortmunder Jadon Sancho. Der Flügelspieler von Manchester United spielte schon in den vergangenen zwölf Monaten keine große Rolle mehr und schaffte es nun auch nicht in den Kader.

          Ein Gladbacher in Team USA

          Mit Giovanni Reyna von Borussia Dortmund und überraschend auch dem erst 19 Jahre alten Joe Scally von Borussia Mönchengladbach reisen die USA zur WM. Ebenfalls zum Aufgebot gehören der frühere Dortmunder Bundesliga-Profi Christian Pulisic (FC Chelsea) sowie Weston McKennie, der vom FC Schalke 04 zu Juventus Turin wechselte.

          Ein Gladbacher in Qatar: Joe Scally schaffte überraschend den Sprung ins Team USA
          Ein Gladbacher in Qatar: Joe Scally schaffte überraschend den Sprung ins Team USA : Bild: dpa

          Bei der Kader-Bekanntgabe am Mittwoch in New York fehlte dagegen der vom FC Augsburg an den FC Groningen verliehene Ricardo Pepi trotz seiner drei Tore in der WM-Qualifikation. Überraschend nicht nominiert wurde auch Torwart Zack Steffen von Manchester City, der in der Bundesliga schon für Fortuna Düsseldorf spielte und lange Zeit die Nummer 1 im US-Tor war.

          Belgien mit vielen Bekannten

          Mitfavorit Belgien reist mit drei Bundesliga-Akteuren zur Fußball-WM nach Qatar, ein weiterer könnte nachrücken. Das Dortmunder Duo Thomas Meunier und Thorgan Hazard steht ebenso im Aufgebot der Belgier wie Torwart Koen Casteels (VfL Wolfsburg). Dodi Lukebakio von Hertha BSC steht als einer von vier Akteuren auf Abruf bereit.

          Das hochkarätig besetzte Belgien tritt zudem mit einigen ehemaligen Spielern aus deutschen Ligen an. Darunter Mittelfeld-Star Kevin De Bruyne, Axel Witsel, Michy Batshuayi und Amadou Onana. Mit dabei ist auch der routinierte Stürmer Romelu Lukaku, der zuletzt fraglich war.

          Superstars führen Équipe Tricolore an

          Angeführt von den Superstars Kylian Mbappé und Karim Benzema und mit fünf Bundesliga-Profis reist Fußball-Weltmeister Frankreich zur WM. Zum Aufgebot, das Nationaltrainer Didier Deschamps am Mittwoch bekannt gab, gehören die Bayern-Spieler Lucas Hernández, Benjamin Pavard, Dayot Upamecano und Kingsley Coman sowie Christopher Nkunku von Pokalsieger RB Leipzig. Deschamps nominierte 25 statt der erlaubten 26 Profis für die Endrunde, ihm fehlt unter anderem der verletzte N'Golo Kanté.

          Der in Frankreich bei Paris Saint-Germain spielende Neymar wird wiederum die brasilianische Nationalmannschaft anführen. Die Zahl von neun Angreifern, unter ihnen junge Stürmer wie Vinicius Jr. und Rodrygo von Real Madrid, lässt auf eine offensiv ausgerichtete Seleção hoffen. „Wir bevorzugen wichtige Spieler vom Mittelfeld bis in den Sturm, aber es geht nichts über eine ausgeglichene Mannschaft“, sagte Tite über seinen Kader. „Um auf hohem Niveau zu gewinnen, muss man Möglichkeiten schaffen und Tore schießen.“ Eine große Überraschung war die Nominierung des 39-jährigen Routiniers Dani Alves von den UNAM Pumas aus Mexiko-Stadt.

          Hoffnung auf Altstars

          Wales' Fußball-Nationaltrainer Robert Page hat unterdessen Zweifel am Fitnesszustand von Superstar Gareth Bale beiseite gewischt. „Er hat immer und immer wieder bewiesen, dass er liefert, sobald er das Nationaltrikot anzieht.“ Der 33-jährige Bale führt die Waliser als Kapitän ins Turnier.

          Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni will sich derweil noch nicht mit der Aussicht abfinden, dass Weltmeisterschaften künftig ohne Lionel Messi stattfinden. Dem Sender CNN Radio Argentina sagte Scaloni: „Es kann sein, dass es die letzte ist, ich hoffe nicht.“ Im vergangenen Jahr gewann Messi unter Scaloni die Copa América und somit seinen ersten großen Titel mit der Albiceleste.

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