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Rückkehr zu McLaren : Alonso beendet seinen Poker

Letzte kosmetische Maßnahmen: Fernando Alonso und McLaren wollen ihr Image aufpolieren Bild: dpa

Paukenschlag in der Formel 1: Fernando Alonso unterschreibt bei McLaren und fährt damit wieder für jenes Team, das er 2007 noch an den Rand des Ruins getrieben hat. Motorenpartner Honda hat sich wohl gegen Alonsos Intimfeind Ron Dennis durchgesetzt.

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          Der Spanier Fernando Alonso fährt in der kommenden Saison an der Seite von Jenson Button für das Formel-1-Team McLaren. Dies gab der englische Traditionsrennstall am Donnerstag bekannt. Button erhielt nach einer wochenlangen Hängepartie den Vorzug vor seinem bisherigen Teamgefährten Kevin Magnussen. Der Däne nimmt 2015 die Rolle des Testpiloten ein.

          Michael Wittershagen
          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Alonso hatte nach fünf titellosen Jahren bei Ferrari seinen Platz für Sebastian Vettel geräumt. Der Mann aus Oviedo ist nun der gewünschte prominente Name für Motorenhersteller Honda, der McLaren wieder mit Aggregaten beliefert. „Ich schließe mich diesem Projekt mit riesiger Begeisterung und Entschlossenheit an“, erklärte Alonso.

          McLaren hofft mit der Verpflichtung des Top-Piloten auf einen kräftigen Impuls für den Aufschwung. Dabei hat die Partnerschaft mit Alonso eine unrühmliche Vergangenheit. Der zweimalige Weltmeister fuhr bereits 2007 für McLaren. Alonso brachte das Team damals an den Rand des Ruins, als er dem Weltverband in der Spionage-Affäre Insider-Informationen zuspielte. McLaren wurde zu einer Strafe von 100 Millionen Dollar verdonnert, der Spanier verließ das Team nach nur einer Saison im Streit.

          Künftig Teamkollegen: Fernando Alonso und Jenson Button
          Künftig Teamkollegen: Fernando Alonso und Jenson Button : Bild: AP

          Bis zuletzt war unklar, was Alonso künftig machen werde. So war unter anderem ein Engagement bei Porsche im Gespräch, wo er bei den 24 Stunden von Le Mans hätte starten können. Alonso zögerte vor allem deshalb so lange, weil das McLaren-Projekt vor einer ungewissen Zukunft steht. Zur neuen Saison steigt Honda als neuer Motorenpartner ein, den Japanern fehlt jedoch im Vergleich zu Mercedes, Ferrari und Renault ein Jahr Erfahrung mit dem neuen Antriebsstrang. Der 33 Jahre alte Alonso weiß dies und verhandelte deshalb hart über verschiedene Ausstiegsklauseln.

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