Bildet und kann reich machen : Auslandsreise des Amerikaners

Der amerikanische Tennisprofi Ben Shelton fühlt sich bei den Australian Open wie in einer anderen Welt. Der Grand-Slam-Trip eröffnet ihm ganz neue Einsichten – nicht nur im Geldbeutel.
Der gemeine Amerikaner ist ja eher weltfremd. Frankfurter kennt er nur als Würstchen, Hamburger nur als Fleischklops mit Brötchen, und Melbourne liegt für ihn kurz vor oder hinter dem Mond. Sofern er nicht als Soldat in eine Krisenregion geschickt wird, hält der Amerikaner sein Land (God’s Own Country!) für den Nabel der Welt.
Wenn doch mal einer das Weite suchte, geriete er schnell ins Staunen und Schwärmen wie Ben Shelton aus Gainesville, Florida. Shelton ist Tennisprofi und hat es geschafft, innerhalb von nur sieben Monaten von Weltranglistenplatz 547 auf 92 vorzustoßen; und das, ohne jemals einen Fuß auf nichtamerikanischen Boden gesetzt zu haben.
Durch Siege auf unterklassigen Challengerturnieren in der Heimat qualifizierte sich der US-Collegemeister für die erste Auslandsreise seines Lebens, weit weg nach Australien. „Das sieht hier fast unwirklich aus“, staunte der 20-Jährige in Melbourne, „das ist wie eine andere Welt.“
Der Grand-Slam-Trip hat sich für Shelton gelohnt, der Einzug in die dritte Runde hat ihm schon 148.000 Euro beschert. Amis, aufgepasst: Reisen bildet nicht nur, sondern kann auch reich machen.






