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Deutsche Skispringer : „Manchmal geht es halt nicht, das ist ärgerlich“

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Tristesse in Wisla: Richard Freitag und die deutschen Skispringer enttäuschen. Bild: EPA

Das Weltmeister-Quartett soll es richten, doch am Ende steht ein riesiger Rückstand: Deutschlands Skispringer starten mit einem schwachen Resultat in den Winter. Schon am Sonntag soll es besser laufen.

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          Tristesse statt weltmeisterlicher Glanz: Die deutschen Skispringer sind beim ersten Teamwettbewerb der neuen Saison hinterhergesprungen und haben einen Podestplatz klar verpasst. „Die Dichte ist wahnsinnig hoch. Man braucht vier gute Springer und acht gute Sprünge. Wir haben zu viele Fehler gemacht“, bilanzierte der neue Bundestrainer Stefan Horngacher am Samstag im polnischen Wisla. In der Besetzung Richard Freitag, Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe und Karl Geiger hatte es beim deutlichen Sieg von Österreich nur zu einem enttäuschenden fünften Platz gereicht.

          Die DSV-Adler beklagten einerseits eigene technische Fehler, bei schwierigen Verhältnissen aber auch die fehlende Windunterstützung. „Ich habe mich noch runtergerettet. Aber das reicht nicht, um vorne anzugreifen. Das muss man so hinnehmen, das ist oft in Wisla so“, sagte Dreifach-Weltmeister Eisenbichler im ZDF. Genau jenes Quartett hatte vor neun Monaten auf der Bergiselschanze in Innsbruck noch souverän WM-Gold gewonnen.

          Um wieder in die Nähe der gezeigten Dominanz zu kommen, ist es für die Horngacher-Schützlinge ein weiter Weg. „Es fehlt ein bisschen das Flüggefühl. Ich bin einfach nicht in den Flug reingekommen. Manchmal geht es halt nicht, das ist ärgerlich“, befand Freitag, der wie Leyhe und Eisenbichler nicht mit den Konkurrenten seiner Gruppe mithalten konnte. Einzig Geiger, der am Freitag bereits die Quali gewann, zeigte am Samstag einen starken Sprung im ersten Durchgang. Die Ränge zwei belegten Norwegen und Polen.

          Ohne Andreas Wellinger, David Siegel (beide Kreuzbandriss) und Severin Freund (nach einer Meniskus-OP noch nicht im Kader) muss Horngacher in seinem ersten Winter mit einem geschwächten Team an den Start gehen. „Momentan sind wir etwas dezimiert. Das ist aber auch eine Chance für junge Athleten“, sagte der Bundestrainer. Er sei „trotzdem nicht unzufrieden für den Auftakt. Wir sind auf dem richtigen Weg.“

          Schon am Sonntag (11.30 Uhr im ZDF und bei Eurosport) wartet für Geiger und Co. die nächste Chance, diesmal im Einzel. Überraschend wirkte die Machtdemonstration der Österreicher, die die starke Konkurrenz um über 20 Punkte distanzierte. Schlussspringer Stefan Kraft sagte: „Ich bin ein bisschen überrascht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es gleich so läuft, weil ich mich sehr schwer getan habe.“

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