Bob-WM in Innsbruck : Der Rubel des Russen rollt nicht

Die große Bob-Familie sorgt sich: Wo steckt der Präsidenten-Partner Gregory Bedjamow? Er schuldet dem Weltverband Geld – es geht um mehr als 300.000 Euro.
Die Hoheitsabzeichen täuschen. In der auffälligen russischen Teamkleidung kann schon mal ein Österreicher stecken, ein Kanadier oder auch ein Deutscher. Man sieht dem internationalen Bob- und Skeletonsport die multikulturelle Note, die ständige Bereitschaft für Entwicklungshilfe nicht an. Aber man hört es: bayerisch im Team der Russen und bei den Chinesen. Inzwischen setzen auch die Südkoreaner auf die Erfahrung englischer Trainer. In zwei Jahren wollen sie bei den Winterspielen in Pyeongchang Gold im Zweierbob gewinnen. Die Aussichten sind nicht schlecht. Bei den Weltmeisterschaften an diesem Wochenende auf der Olympiabahn von Innsbruck 1976 haben sie zwar im großen Schlitten kaum Chancen, den vier deutschen Teams mit Titelverteidiger Maximilian Arndt ernsthaft Konkurrenz zu machen, aber die Führung im Zweier-Weltcup gilt als Vorbote für einen Schwung aus Fernost.





