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Deutsche Skispinger bei WM : „Da ist ein kleines Märchen passiert“

Gleich zweimal Gold an einem Wochenende: Markus Eisenbichler Bild: dpa

Erst der Doppelerfolg von Markus Eisenbichler und Karl Geiger, dann der überlegene Sieg im Team: Die deutschen Skispringer beeindrucken bei der WM. Und nach den Triumphen gibt es gar noch eine Zugabe von Eisenbichler.

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          Am Ende waren es gleich vier Ur-Schreie des Ur-Bayern Markus Eisenbichler, mit denen er auf das Siegerpodest an der Seefelder Seekirche sprang und inbrünstig die Nationalhymne mitsang. „Die bayerische und die deutsche Hymne lernt man schon im Kindergarten. Da muss man textsicher sein.“ Das Feuerwerk, das später auch zu Ehren des neuen Skisprung-Weltmeisters Eisenbichler und des Zweitplazierten Karl Geiger über dem Tiroler Hochplateau gezündet wurde, hatte es wenige Stunden zuvor in anderer Form schon am Bergisel gegeben. Die beiden Deutschen lieferten punktgenau den Wettkampf ihres Lebens. Eisenbichler und Geiger, der 27 Jahre alte Siegsdorfer und sein ein Jahr jüngerer Zimmerkollege aus Oberstdorf, präsentierten sich passend zu dieser Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in weltmeisterlicher Verfassung.

          Schon der erste Durchgang, in dem es Eisenbichler auf 131,5 Meter hinuntergetragen hatte, war „extrem emotional. Karl hatte runtergeballert“, sagte Eisenbichler über den nur einen halben Meter kürzeren Flug des Allgäuers. Dann die Entscheidung: „Ich hatte nur eine Chance, ich musste voll attackieren und alles riskieren, denn ich wollte mir danach nichts vorwerfen. Ich habe den Sprung voll rausgedrückt und gemerkt, der ist am Limit.“ Ein Sprung wie aus einem Guss. Einer, der Eisenbichler in dieser Form so noch nie geglückt war. „Nach zehn, zwanzig Metern habe ich gemerkt, das Ding geht ab. Einfach sensationell. Viele Leute haben mir gesagt, bei der WM machst du endlich deinen ersten Sieg. Und irgendwann habe ich es selbst geglaubt.“ Weltmeister.

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