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Biathlon-Weltcup in Pokljuka : Lesser ärgert sich über peinlichen Fehler

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„Das ist richtig kacke“: Erik Lesser vergaß, sein zweites Magazin vor dem Rennen zu laden. Bild: dpa

Im zweiten Weltcup-Einzelrennen gibt es für die deutschen Skijäger diesmal nichts zu holen. Nur Sprint-Weltmeister Benedikt Doll kann überzeugen. Vor allem einer ist richtig sauer – auf sich selbst.

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          Für Erik Lesser war der Biathlon-Sprint von Pokljuka nach eigenem Bekunden ein richtiger Griff ins Klo. „Das ist richtig kacke“, sagte der 30-Jährige am Freitag nach seinem „peinlichen“ Anfängerfehler gewohnt selbstkritisch. Weil der Thüringer vor dem Sprint von Pokljuka sein zweites Magazin nicht geladen hatte, musste er im Stehendschießen alle fünf Schuss per Hand nachladen. „Zum Glück habe ich immer fünf Zusatzpatronen dabei“, meinte der seit geraumer Zeit von Rückenproblemen geplagte Frankenhainer. Am Ende kam er unter Schmerzen und zwei Strafrunden nur auf Platz 44 ins Ziel.

          An einem für die deutschen Skijäger fast gebrauchten Tag hatte einzig Benedikt Doll als Fünfter Grund zur Freude. „Ich bin sehr zufrieden, nachdem ich im Einzel beim Schießen noch etwas planlos war. Ich wollte heute schneller schießen und mehr Risiko gehen, das hat gut geklappt“, sagte der Sprint-Weltmeister, der nach einer Strafrunde Rang drei um 16,1 Sekunden verpasste. Den Sieg sicherte sich der Norweger Johannes Thingnes Bø vor dem Franzosen Antonin Guigonnat und Alexander Loginow. Für den Russen war es der erste Podestplatz nach verbüßter Doping-Sperre.

          Doll kam als einziger Deutscher bei sehr guten Windbedingungen mit einem Fehler durch. Insgesamt leisteten sich die sechs Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner 14 Fehlschüsse. Zu viel für weitere Top-Plazierungen. Arnd Peiffer (2/+ 1:20,0 Minuten) wurde nur 30., Simon Schempp (3/+ 1:41,3 Minuten) 40., Philipp Horn 46. (+ 1:46,6 Minuten) und Johannes Kühn, der noch im Einzel als Zweiter sein erstes Weltcup-Podium holte, lediglich 48. (3/+ 1:49,4).

          Massenstart-Weltmeister Schempp, der am Donnerstag im Einzel einen Auftaktsieg als Fünfter nur knapp verpasste, schoss sich über die 10 Kilometer schon mit drei Fehlern im Liegendanschlag aus dem Rennen. „Ich habe mich gefreut, als ich an den Schießstand kam, weil kein Wind. Warum ich drei daneben gesetzt habe, kann ich mir nicht wirklich erklären“, sagte der Uhinger etwas ratlos. Auch Peiffer, der vor wenigen Tagen erstmals Vater wurde und deshalb erst am Mittwochabend zum Weltcup angereist war, schätzte den Wind falsch ein. „Die zwei Rasten waren ein bisschen viel“, meinte der Harzer.

          Damit hat nur Doll am Sonntag in der Verfolgung (11.45 Uhr in der ARD und bei Eurosport) gute Chancen auf einen Podestplatz. „Da heißt es, cool bleiben am Schießstand“, sagte der 28-Jährige, der zudem auf bessere Beine hofft. Denn im Sprint fühlte sich der Schwarzwälder nicht ganz so frisch, zudem liefen seine Ski nicht ganz so gut. Lesser wird derweil den Ruhetag zur Behandlung nutzen und nicht Ski laufen: „Ich hoffe, dass es dann am Sonntag für zehn, zwölf Kilometer reicht.“

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