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Biathlon-Sprint in Hochfilzen : „Ein richtig cooles Rennen“

  • Aktualisiert am

Glücklich im Schnee: Franziska Preuß erlebte „ein richtig cooles Rennen“ Bild: dpa

Franziska Preuß sprintet beim Biathlon-Weltcup aufs Siegerpodest. Hochzufrieden zeigt sich auch Laura Dahlmeier. Bei den Männern laufen Doll und Lesser immerhin in die Top-Ten.

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          Franziska Preuß ist im Biathlon-Sprint von Hochfilzen als Dritte auf das Siegerpodest gelaufen. Die 26-Jährige leistete sich über 7,5 Kilometer an diesem Freitag nur einen Schießfehler und lag lediglich 9,9 Sekunden hinter der fehlerfrei gebliebenen Dsinara Alimbekawa aus Belarus. Der Staffel-Olympiasiegerin von 2018 gelang ihr erster Weltcupsieg. Auf Platz zwei kam die Norwegerin Tiril Eckhoff, die knapp vor Preuß lag. „Ich bin froh und stolz, dass ich es rübergebracht habe, vor allem am Schießstand“, sagte Preuß. „Es ist ein richtig cooles Rennen gewesen.“ Preuß verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für die Damen-Verfolgung am Sonntag.

          Als einzige deutsche Skijägerin blieb die Schwarzwälderin Janina Hettich fehlerfrei. Die 24-Jährige kam mit einem Rückstand von 42 Sekunden auf Alimbekawa auf Rang zwölf und sicherte sich die halbe WM-Norm. „Ich habe es geschafft, alle zehn Scheiben in einem Weltcuprennen abzuräumen“, sagte die Schönwalderin erfreut.

          Absage von Arnd Peiffer

          Mit zwei Top-Ten-Plätzen im Sprint durch Benedikt Doll und Erik Lesser haben sich auch die deutschen Biathlon-Männer eine vielversprechende Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Samstag geschaffen. Beim Sieg von Johannes Dale aus Norwegen vor dem Franzosen Quentin Fillon Maillet wurde Doll nach einem Schießfehler am Freitag Achter: „Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte der 30 Jahre alte Schwarzwälder, der 51,7 Sekunden Rückstand auf den fehlerfrei gebliebenen Dale hatte. Einmal in die Strafrunde musste Lesser, der knapp hinter Doll Neunter wurde. „Ich lasse mich nicht von den Resultaten treiben, sondern von meinem Gefühl. Und mein Gefühl war heute eher nicht so gut“, sagte Lesser, der im Jagdrennen eine Minute aufholen muss.

          Als einziger deutscher Skijäger war Roman Rees fehlerfrei geblieben. Der 27-Jährige reihte sich als 17. aber hinter Doll und Lesser ein. Philipp Horn kam bei seinem Saison-Einstand nach einer Strafrunde auf Rang 23. „Ich bin sehr zufrieden. Es hat alles so geklappt, wie ich es mir vorgenommen habe“, sagte Horn.  Olympiasieger Arnd Peiffer war kurz vor dem Start aus privaten Gründen aus Hochfilzen abgereist. Ob der 33-Jährige am Sonntag in der Staffel wieder dabei sein wird, werde sich am Samstag entscheiden, erklärte ein Sprecher des Deutschen Skiverbandes.

          Dahlmeier bereut nicht

          Olympiasiegerin Laura Dahlmeier bekannte unterdessen am Rande des Weltcups, dass sie ihren frühen Rücktritt vom Biathlon-Sport nicht bereue. „Ich muss keine Ergebnisse mehr liefern, ich habe die guten Erinnerungen, die Erfolge im Kopf und darf dieses Biathlon-Erlebnis von außen genießen“, sagte die 27 Jahre alte Bayerin im ZDF. „Ich bin sehr dankbar und sehr froh über die Entscheidung.“

          Dankbar für alles, was war: Laura Dahlmeier
          Dankbar für alles, was war: Laura Dahlmeier : Bild: dpa

          Dahlmeier hatte ihre Karriere 2019 beendet. Seitdem studiert die Garmisch-Partenkirchnerin Sportwissenschaften an der TU München und arbeitet auch als Biathlon-Expertin für das ZDF. Bei den Titelkämpfen 2017 in Hochfilzen hatte sie mit fünf Goldmedaillen und einer Silbermedaille für Furore gesorgt, insgesamt wurde sie neun mal Weltmeisterin. „Ich komme unheimlich gerne zurück, ich freue mich, hier in Hochfilzen zu sein“, sagte sie. „Ich bin aber auch sehr dankbar, dass ich nicht mehr laufen muss.“ Es sei eine wirklich tolle Zeit gewesen. „Ich habe alles erreichen dürfen, alles erleben dürfen. Aber jetzt ist Zeit für etwas anderes“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin Dahlmeier.

          In der aktuellen Wettkampf-Situation kam Denise Herrmann einmal mehr mit dem Schießstand in Hochfilzen nicht klar und musste dreimal in die Strafrunde. Die frühere Weltmeisterin kam mit einem Rückstand von 1:21,2 Minuten auf Rang 32. „Ich habe mich unter Wert verkauft. Da war einfach der Wurm drin“, sagte Herrmann. 33. wurde Maren Hammerschmidt (1 Fehler/1:24,0 Minuten zurück). Vanessa Hinz (3) schaffte als 62. nicht mal die Qualifikation für das Verfolgungsrennen. „Ich bin ratlos, ich weiß nicht, was los ist“, sagte die 28-jährige Schlierseerin. Die 23 Jahre alte Sophia Schneider aus Oberteisendorf kam nach drei Strafrunden auf Rang 80.

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