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Tennis in London : Ein schlimmer deutscher Start in Wimbledon

  • -Aktualisiert am

Philipp Kohlschreiber war im Match gegen Novak Djokovic chancenlos. Bild: Reuters

Das Grand-Slam-Turnier in London hat gerade erst begonnen und schon ist die Ernüchterung groß. Die deutschen Profis scheiden reihenweise in der ersten Wimbledon-Runde ohne Satzgewinn aus.

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          Die deutschen Tennisprofis haben am ersten Tag von Wimbledon Außerordentliches geleistet. Die Spieler des deutschen Tennis-Bundes verabschiedeten sich so schnell und so zahlreich vom wichtigsten Turnier des Jahres, dass keine andere Tennis-Nation ihnen hinterherkam. Schon am Nachmittag waren sechs Deutsche ausgeschieden – ohne dabei einen einzigen Satz gewonnen zu haben. Den gewann Alexander Zverev danach zwar. Er schied aber dennoch gegen den Tschechen Jiri Vesely nach schwacher Leistung 6:4, 3:6, 2:6, 5:7 aus.

          Peter Heß
          Sportredakteur.

          Die 133. Austragung der All England Championships dauerte inklusive Einspielzeit keine zwei Stunden, da waren sie für Mona Barthel (3:6, 3:6 gegen die Tschechin Bouzkova), Anna-Lena Friedsam (4:6, 4:6 gegen die Russin Gasparian), Peter Gojowczyk (3:6, 2:6, 3:6 gegen den Spanier Bautista-Agut) und Cedrik-Marcel Stebe (3:6, 6:7, 1:6 gegen den Amerikaner Opelka) auch schon wieder vorüber. Kurze Zeit später unterlag Mischa Zverev dem Belgier Steve Darcis 2:6, 4:6, 4:6, und auch für Philipp Kohlschreiber gab es wie erwartet nichts zu gewinnen.

          Der 35 Jahre alte Augsburger genoss das Privileg, das erste Match 2019 auf dem Centre Court zu bestreiten. Das Los hatte ihm Titelverteidiger Novak Djokovic als Gegner beschert – zum vierten Mal in diesem Jahr. Im März vermochte Kohlschreiber den Serben in Indian Wells einmal zu überraschen und auch in Monte Carlo zog er sich bei einer Dreisatzniederlage gut aus der Affäre.

          In Wimbledon beherrschte Djokovic den Deutschen nicht so deutlich wie er es zuletzt in Rom getan hatte. Aber beim 3:6, 5:7, 3:6 besaß der Augsburger keine echte Siegchance. Dazu reichte die Erfolgsquote bei seinen riskanten Schlägen nicht aus. Kohlschreiber spielte mutig, es gelangen ihm auch zwei Breaks, doch er hätte einen besonders guten Tag erwischen müssen, um dem Druck des Serben standzuhalten. So war die Streuung zu groß.

          An diesem Dienstag treten wieder sieben Deutsche zu ihren Erstrundenbegegnungen an, darunter Angelique Kerber und Julia Görges, Andrea Petkovic und Jan-Lennard Struff. Bei einer gleichen Bilanz wie am Montag wäre das ein deutscher Blitz-Exodus aus Wimbledon von historischem Ausmaß.

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