„Krebsgeschwür des Fußballs“ : Nachspielzeit zwischen Zwanziger und Qatar

Bei der Kritik an öffentlichen Missständen darf man zu drastischen Vergleichen greifen. So sieht es das Düsseldorfer Landgericht. Qatars Anwälte kündigen Berufung an.
Theo Zwanziger durfte das Wüstenemirat Qatar als „Krebsgeschwür des Weltfußballs“ bezeichnen. Der frühere DFB-Präsident errang am Dienstag vor dem Düsseldorfer Landgericht einen Sieg im Rechtsstreit mit dem Fußballverband von Qatar. Zwar sei die Bezeichnung „Krebsgeschwür“ eine massiv herabwürdigende Beleidigung, Zwanziger habe damit aber die Vergabe der Fußball-WM 2022 an Qatar kritisiert. Diese Kritik habe im Vordergrund gestanden, nicht die öffentliche Diffamierung. Damit sei die Aussage vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt und keine Schmähkritik.
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